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ÖSTERREICH. Jährlich müssen rund 3.000 Kinder wegen Verbrennungen oder Verbrühungen im Krankenhaus behandelt werden, zwei Drittel davon sind Kleinkinder unter vier Jahren. Die kalten Wintermonate sind dabei eine Hochrisikozeit.
 

Kinder sollten nie alleine in der Küche sein. Hier lauern viele Gefahren. Foto: Wodicka
Kinder sollten nie alleine in der Küche sein. Hier lauern viele Gefahren. Foto: Wodicka

Unfälle mit thermischen Verletzungen zählen zu den häufigsten Unfallarten bei Kindern in den eigenen vier Wänden. Besonders stark unterschätzt wird die Gefahr von heißen Flüssigkeiten, dabei sind etwa 60 Prozent der thermischen Verletzungen Verbrühungen. „Deshalb ist es uns ein großes Anliegen, besonders jetzt, wo heiße Flüssigkeiten allgegenwärtig sind, auf die Gefahr von Verbrennungen und Verbrühungen aufmerksam zu machen“, erklärt Othmar Thann, Direktor des KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit).

Eine halbe Tasse Tee…

Kinderhaut ist deutlich dünner als die Haut von Erwachsenen, weshalb Verbrühungen und Verbrennungen oft schwerwiegende Folgen haben. Wenn Kinderhaut mit 50 Grad Celsius heißem Wasser in Kontakt kommt, wird diese bereits so stark geschädigt, dass Brandblasen entstehen können. Trifft eine heiße Flüssigkeit mit 65 Grad Celsius nur eine halbe Sekunde auf die Haut eines Kindes, kann sie sogar Verbrennungen dritten Grades verursachen. „Der Inhalt einer einzelnen Tasse Tee reicht aus, um eine Verbrühung von rund 30 Prozent der Körperoberfläche eines Kleinkindes zu verursachen“, erklärt Brandverletzungsexperte Lars-Peter Kamolz. Falls es trotz aller getroffenen Sicherheitsvorkehrungen dennoch einmal zu einem Unfall kommt, ist rasche Hilfe erforderlich. Kamolz: „Über die zerstörte Haut geht viel Flüssigkeit verloren, weshalb bei Kleinkindern schnell Schockgefahr besteht. Es gilt keine Zeit zu verlieren! So schnell wie möglich die Rettung alarmieren oder ein Krankenhaus aufsuchen. Notwendig ist ärztliche Versorgung grundsätzlich immer dann, wenn die Verbrennung oder Verbrühung größer als die Handfläche des Kindes ist.“


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