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Parteipolitisches Hickhack zum Linzer Hessenplatz: Bürgerinitiative "enttäuscht"

Online Redaktion, 14.05.2018 18:27

LINZ. Die Neugestaltung des Hessenplatzes ist auf Schiene, dennoch ist vieles nicht im Reinen. „Wir sind unglaublich enttäuscht! Endlich scheint eine Gesamt-Lösung der Problematik greifbar, wird das Hickhack der Parteien wiederaufgenommen und der Erfolg gefährdet“, zeigt sich Olga Lackner, Obfrau der Bürgerinitiative Lebenswerter Hessenplatz und Umgebung in einer Aussendung verärgert.

Brunnen am Hessenplatz Foto: Volker Weihbold
Brunnen am Hessenplatz Foto: Volker Weihbold

Nachdem mit einer Schutzzonenverordnung und einem Alkoholverbot am Hessenplatz endlich ein aktiver Schritt gesetzt worden sei, werde das Projekt Hessenpark wieder zum politischen Spielball, heißt es in der Aussendung.

„Eines sollte mittlerweile allen Beteiligten klar sein: es braucht eine Summe von Maßnahmen, damit der Hessenpark beruhigt und infolge von den Statteilbewohner wieder neu angenommen wird. Dazu gehört auch die im Jahr 2015 vom Gemeinderat einstimmig beschlossene Neugestaltung des Hessenparks. Ordnungspolitische Maßnahmen - Alkoholverbot und Schutzzonenverordnung – können hier nur einen Teil des Problems lösen, denn der Park ist in die Jahre gekommen“, so die Bürgerinitiative.

Dringender Renovierungsbedarf

Verglichen mit anderen innerstädtischen Parkanlagen sei der Hessenpark bereits sehr desolat, die Wege und Bänke abgenutzt, es bestehe schon seit Jahren dringender Renovierungsbedarf! Der sogenannte Broken-Windows-Effekt habe auch dafür gesorgt, dass der Park von Stadtteilbewohnern gemieden und stattdessen von anderen Gruppen in Anspruch genommen werde. Aber anstelle jetzt die notwendige Neugestaltung voranzutreiben, werde über die veranschlagten Kosten in Höhe von 634.000 Euro polemisiert, ohne einen Kostenvergleich mit ähnlichen Linzer Parkanlagen herzustellen. Zum Vergleich: für den 2003 gestalteten, gleich großen Stadtpark in der Huemerstrasse seien 2,74 Millionen Euro ausgegeben worden.

Bürgerbeteiligung

„Die Runden Tische und die Bürgerbeteiligung verstand ich als ein Bekenntnis zu ressortübergreifenden, gemeinsamen Lösungen in Zusammenarbeit mit Stadttteilbewohnern. Traurig ist, dass der Hessenpark jetzt doch wieder nur für eine politische, mediale Schlammschlacht herhalten muss – denn dadurch ist niemand geholfen“, so auch der Vize-Obmann der Bürgerinitiative Werner Hudelist.

Der gemeinsame Weg, der Planungsprozess und die Begleitmaßnahmen machen Sinn für die Bürgerinitiative. Der Planungs- und Ausschreibungsprozess läuft noch rund ein halbes Jahr. Genau darin liege die Chance die ordnungspolitischen Maßnahmen zu testen und dann gegebenenfalls noch steuernd in der Umgestaltung anzusetzen.

„Wir erleben von Beginn an nur eine Blockadepolitik, die auf die jeweils anderen Fraktionen abzielt. Die Bewohnerinnen haben sich in großer Zahl aktiv in den Planungsprozess eingebracht und nun sollen sie sich wieder in den heruntergekommenen Park setzen,“ so Olga Lackner.


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