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Europa kennenlernen - Mit Interrail seine eigene Geschichte schreiben

Tips Jugendredaktion, Julia Hintersteiner, 01.08.2018 15:00

Mit nur einem Zugticket in über 40.000 verschiedene Städte fahren und aus 30 Ländern frei wählen. Interrail bietet die einzigartige Möglichkeit sich sein individuelles Europa-Abenteuer zusammenzustellen. Zwei reisebegeisterte Jugendliche erzählen von ihren eigenen Erfahrungen. Von Julia Hintersteiner, Jakob Ille und Marlis Schlatte

Daniela Hofmann und Sebastian Vera Barriga im Gespräch. Foto: Julia Hintersteiner
  1 / 5   Daniela Hofmann und Sebastian Vera Barriga im Gespräch. Foto: Julia Hintersteiner

Planung & Route

Ob für Organisationstalente oder Kurzentschlossene – Interrail ist für jeden geeignet. Ganz egal wie alt man ist, ob alleine oder in der Gruppe, sobald man sich seinen Pass gesichert hat, kann man loslegen. „Wir waren sehr spontan unterwegs und haben uns alle fünf  Wochen freigehalten. Am Anfang wollten wir nach Berlin und dann haben wir einfach weitergeschaut“, schildert der 20-jährige Sebastian Vera Barriga aus Linz.

Bereits ab 51 Euro kann man fremde Städte und Länder erkunden. Je nachdem wie viele Stopps man einlegen möchte und wie lange man unterwegs sein will, gibt es unterschiedliche Tickets. „Wir waren zu dritt unterwegs und haben uns vorher Gedanken gemacht, welche Städte wir besuchen wollen. Aufgrund der Anzahl der Städte haben wir uns dann für 10 Reisetage innerhalb eines Monats um ungefähr 300 Euro entschieden“, erklärt die 20-jährige Daniela Hofmann aus Linz.

„Auch mit wenig Geld kann man viel erleben.“

Zusätzlich zum Ticketpreis kommen noch die Kosten für Unterkunft und Verpflegung hinzu. „Wir haben schon darauf geachtet sparsam unterwegs zu sein, aber den ein oder anderen Eintritt für eine Sehenswürdigkeit haben wir uns schon geleistet“, erzählt Daniela.

Bleibt der Komfort auf der Strecke?

Jeder Reisende, der mehr von Europa sehen möchte, dafür aber nicht den ganzen Sommer Zeit hat, wird früher oder später auf Schnellzüge zurückgreifen. Diese sparen zwar Zeit, vom Land das man durchquert, bekommt man jedoch leider nicht mehr viel mit. Außerdem darf man diese oft nicht ohne eine teure Sitzplatzreservierung betreten. Die Nacht im Zug zu verbringen mag zwar attraktiv klingen, da man sich so keine Unterkunft leisten muss, auf Dauer ohne echtem Bett auszukommen kann aber ziemlich anstrengend werden. Genau der geringere Komfort macht diese Art des Reisens aus und gehört zum Erlebnis dazu, weiß Sebastian: „Wenn man nur von Hotel zu Hotel fährt, geht die Seele von Interrail verloren.“ Derselben Meinung ist auch Daniela: „Für mich ist gerade das Reisen mit dem Rucksack am Schönsten, da man mal auf den Luxus verzichten und unkompliziert von einem Ort zum nächsten kommen kann.“

Probleme mit Zügen oder Unterkünften

Natürlich läuft nicht immer alles glatt - gestohlene Bankomatkarten, Stress beim Umsteigen oder gleich den Zug verpassen. Der 20-jährige bleibt bei Schwierigkeiten gelassen „Einmal saßen wir mehrere Stunden auf einem Bahnhof auf Sardinien fest, weil wir keine Unterkunft mehr gefunden hatten. Das war eine lustige Nacht!“ Wenn möglich, sollte man am besten im Vorhinein einen Sitzplatz reservieren, da viele Schnell- & Nachtzüge nur ein bestimmtes Kontingent an Sitzplätzen für Interrail Reisende zur Verfügung stellen.

Lustige Erlebnisse

Banale Dinge können zur Herausforderung werden weiß die 20-jährige Daniela: „Mit den großen Rucksäcken war es schwer sich hinunter zu beugen und die Schuhe zuzubinden. Also hat eine der anderen die Schnürsenkel zugebunden, während sie von der dritten Freundin gesichert wurde.“

Persönliche Tipps

„Ein großer Tipp ist auf jeden Fall nicht nur Hauptstädte abzuklappern, sondern dazwischen auch kleinere und ruhigere Orte zu besuchen. Für mich war das zum Beispiel in Cuxhaven (Deutschland) der Fall, dort hatten wir mal eine kleine Pause vom Reisestress“, rät Daniela.

Zusammenfassend lässt sich die Flexibilität und Freiheit des Reisens mittels Interrail betonen. „Ich möchte auf jeden Fall wieder mit Interrail verreisen, aber ich würde mir mehr Zeit dabei lassen. Allgemein kann ich jedem Interrail empfehlen“, bestätigt Sebastian.

Nicht vergessen

  • Reiseapotheke
  • Kopien wichtiger Dokumente
  • Vorhängeschloss
  • Taschenlampe
  • Brustbeutel/Geldgürtel
  • Universaladapter
  • Sprachführer
  • Regenjacke
  • Spielkarten
  • Flaschenöffner
  • wiederverschließbare Tüten
  • Wasserflasche
  • Reisetagebuch
  • Reisewaschmittel

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