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Für viele Familien steht in den Weihnachtsferien der Skiurlaub vor der Tür. Wer in die Berge fährt, sollte jedenfalls Schneeketten einpacken – und auch wissen, wann und wie diese angelegt werden.

Foto: shutterstock/Sergey Novikov
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„Damit man im Ernstfall weiß, was zu tun ist, trainiert man das Anlegen am besten schon vorher einmal im Trockenen und bei Licht“, rät ÖAMTC-Fahrtechnik-Profi Franz Bruckmair. Montiert werden müssen sie immer dann, wenn Schneekettenpflicht herrscht. Auf Schneefahrbahn hat man aber vor stärkeren Steigungen und Gefällestrecken mit Ketten prinzipiell besseren Halt. „Allerdings sollte man mit dem Anlegen nicht warten, bis man nicht mehr weiterkommt, sondern sich rechtzeitig einen geeigneten Platz suchen“, empfiehlt der Experte. Erlaubt ist das Fahren mit Schneeketten aber nur, wenn die Straße durchgängig oder fast durchgängig mit Schnee oder Eis bedeckt ist. 

Ketten anlegen, aber richtig

Normalerweise sind die Ketten auf den Rädern der Antriebsachse zu montieren. Zur Montage der Ketten muss man unbedingt die Betriebsanleitung des Fahrzeugs und die Gebrauchsanweisung der Schneeketten lesen. Falls es keinen ausgewiesenen Kettenanlegeplatz gibt, sollte man eine möglichst sichere, ebene Stelle suchen, um die Schneeketten zu montieren. „Kommt man an einer ungünstigen Position zum Stehen, sollte man nachkommende Lenker durch Aufstellen des Pannendreiecks rechtzeitig auf das Hindernis aufmerksam machen“, sagt Bruckmair. Nach einigen Metern Fahrt sollte die Kettenspannung überprüft werden. „Schlecht montierte, lockere Ketten können gegen das Fahrzeug schlagen und Reifen und Felgen, Radkasten oder Radaufhängungsteile beschädigen.“

Geschwindigkeit anpassen und in den Kurven vorsichtig fahren

Beim Fahren mit Ketten darf man eine Geschwindigkeit von 50 km/h nicht überschreiten und sollte beim Kurven fahren vorsichtig fahren. Hat man die Schneeketten auf den Vorderreifen montiert, dann haben die Hinterräder weniger Halt, die Vorderräder dagegen greifen gut. Die Folge daraus kann extrem gefährlich sein. In der Kurve kann das Fahrzeug mit dem Heck ausbrechen. „Wer hier nicht schon im Vorfeld richtig reagiert und gefühlvoll lenkt, bremst und beschleunigt, der findet sich im Straßengraben oder Gegenverkehr wieder“, warnt der ÖAMTC-Fahrtechnik-Experte. Montiert man (beim Hinterradantrieb) die Schneeketten an der Hinterachse, ist der Vortrieb gut. In der Kurve fährt man bei nicht angepasster Geschwindigkeit allerdings geradeaus weiter, weil die Vorderreifen beim Übertragen der Lenkkräfte auf die Schneefahrbahn überfordert sind.


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