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Tipps für den besten Durchblick auf der Skipiste um Unfälle zu vermeiden

Sevim Demir, 28.01.2019 14:16

OÖ. Bereits im Dezember und Jänner haben sich die Meldungen über Wintersportunfälle in Österreich gehäuft. Das liegt nicht nur an Lawinenabgängen, auch das Sehen spielt eine Rolle. Nur wer scharf und unbehindert seine Umgebung überblickt, fährt sicher. Rechtzeitig vor den Semesterferien geben die oberösterreichischen Augenoptiker/Optometristen Ratschläge für die Piste.  

Optische Skibrillen sorgen für dringend nötigen Durchblick auf der Piste. Foto: Silhouette
Optische Skibrillen sorgen für dringend nötigen Durchblick auf der Piste. Foto: Silhouette

Etwa 50.000 Menschen verunglücken jährlich beim Wintersport in Österreich. „Skifahren ist ein Hochrisiko-Sport – das gilt besonders für jene, die ohne passende Brille oder Kontaktlinsen unterwegs sind, obwohl sie fehlsichtig sind“, sagt Peter Gumpelmayer, Oberösterreichischer Landesinnungsmeister der Augenoptiker/Optometristen. Denn wer Schuss fährt, kommt auf Geschwindigkeiten von bis zu 70 km/h in oftmals nicht idealen Wetterbedingungen. Das sind Geschwindigkeiten, bei denen jedes übersehene Hindernis einen schweren Unfall bedeuten kann.

„Wir schätzen, dass etwa 30 Prozent der erwachsenen Freizeitskifahrer mit Sehschwächen gar keine Brille tragen oder eine, die ihre Fehlsichtigkeit nicht genügend korrigiert“, schätzt Gumpelmayer. Weitere 18 Prozent haben Sehbehelfe, die aus anderen Gründen problematisch sind (z.B. keinen Polarisierungsfilter besitzen oder einen zu geringen UV-Schutz). „Der wichtigste Tipp ist daher, nicht nur die richtige Brille zu tragen, sondern auch richtig mit ihr umzugehen“, sagt Gumpelmayer.

Die besten Tipps für den Durchblick auf der Piste

  • Welche Brille? Die Skibrille über der optischen Brille zu tragen, geht in den seltensten Fällen problemfrei. „Passen die Brillen nicht hundertprozentig übereinander, können die Gläser beschlagen“, warnt Gumpelmayer. „Leider fällt das oft erst auf der Piste auf.“ Daher lohnt sich die Investition in eine Skibrille mit optischer Korrektur und die fundierte Beratung durch einen Optiker / Optometristen.
  • Idealer Schutz vor der Sonne: Wichtig ist die Wahl einer Brille, die mit einem UV 400-Siegel gekennzeichnet ist. Sie bewahrt das Auge vor schädlichen UV-Strahlen. Gumpelmayer: „Gerade am Berg ist das besonders wichtig, denn als Faustregel gilt: pro 1.000 Höhenmeter steigt die UV-Belastung um etwa 15 Prozent.
  • Was tun bei roten Augen? Augentränen oder –rötung ist auf jeden Fall ein Zeichen, dass die Schutzfunktion der Brille nicht ausreicht und dass man für heute eine Pause einlegen sollte. „Skifahren ist ein toller Sport, bedeutet aber auch viel Stress für die Augen. Das liegt nicht nur am eisigen Fahrtwind, auch die trockene Luft in den beheizten Räumen danach gibt den Augen wenig Gelegenheit, sich zu erholen“, so Gumpelmayer.
  • Besonderer Schutz für Kinder: Gerade Kinder werden oft mit unpassenden Skibrillen oder solchen ohne ausreichende Sichtkorrektur ausgestattet. Teils, weil viele Eltern die Fehlsichtigkeit ihrer Sprösslinge gar nicht erkennen und teils, weil sich die Kinder auf der Piste oft weigern, ihre Brillen zu tragen. „Bitte achten Sie gerade bei Kindern auf eine ordentlich angepasste optische Skibrille. Kinder sind besonders empfindlich – ihre Augen können einen stärkeren Schaden von der UV-Strahlung davontragen und sie reagieren schneller auf Reizungen“, warnt der Landesinnungsmeister. 
  • Es muss nicht immer eine Brille sein! „Wer Brillen beim Skifahren als unangenehm empfindet, hat die Option, praktische Einwegkontaktlinsen mit entsprechendem Schutz zu verwenden“, sagt Gumpelmayer.

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