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Immer mehr Müll landet auf Oberösterreichs Autobahnen: Nicht nur ärgerlich, sondern auch teuer und gefährlich

Online Redaktion, 09.07.2019 14:48

LINZ. Jährlich bereits 1.350 Tonnen Müll landen auf den Autobahnen in Oberösterreich, wie die ASFINAG berichtet. Und dies nicht nur in den Müllkübeln auf den Rastplätzen, sondern leider auch direkt auf der Strecke. Ein Viertel des Mülls muss von Mitarbeitern händisch eingesammelt werden.

Die ASFINAG kämpft mit immer mehr Müll an Oberösterreichs Autobahnen und Schnellstraßen. Symbolbild: Volker Weihbold

Achtlos „entsorgte“ Getränkedosen und Zigaretten sind aber nicht nur ein Ärgernis, sondern können zu gefährlichen Wurfgeschoßen werden oder zu abrupten Fahrmanövern führen. „Gegenstände auf Fahrbahnen, und wenn es nur eine aufgewirbelte Zeitung ist, können Unfälle verursachen“, so die ASFINAG-Geschäftsführer Christian Ebner und Stefan Siegele. Sie appellieren an alle Verkehrsteilnehmer, an die Umwelt aber auch an diese Gefahren zu denken, bevor sie etwas aus dem Seitenfenster werfen.

Hohe Kosten

In ganz Österreich fielen im Vorjahr insgesamt 8.700 Tonnen Müll an. Allein in Oberösterreich wog der Müllberg im Vorjahr etwa 1.350 Tonnen. Nur in Niederösterreich und der Steiermark musste noch mehr eingesammelt werden. Knapp ein Viertel, etwas mehr als 2.000 Tonnen österreichweit und mehr als 300 Tonnen in Oberösterreich, mussten die Mitarbeiter der ASFINAG händisch aufsammeln. Die hohen Kosten verursachen dabei vor allem jene während der Fahrt auf die Autobahn geworfenen Gegenstände. „Und in Summe kostete die Müllentsorgung im Vorjahr bereits mehr als 13 Millionen Euro“, rechnet Ebner vor.

Müllmengen steigen stark

Bedenklich: die jährlichen Müllmengen steigen stark. Das sei aber nur zum Teil mit gestiegenem Verkehrsaufkommen zu erklären“, so Siegele. Kamen 2017 in Oberösterreich knapp 1.300 Tonnen Müll zusammen, waren es 2018 eben schon 1.350 Tonnen.

Phänomen Mülltourismus

Auch kämpft die ASFINAG gegen den sogenannten „Mülltourismus“. „Unsere Mitarbeiter finden auf den Rast- und Parkplätzen immer wieder auch normalen Hausmüll sowie alte Autoreifen und Bauschutt“, bestätigt Abteilungsleiter Heimo Maier-Farkas die „billige, aber illegale Variante der Müllentsorgung.“ Aber auch Fahrräder, Kühlschränke, Bänke oder Türen müssen von den Mitarbeitern der Autobahnmeistereien unter großem Aufwand weggeräumt werden.


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