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LINZ. Corona schränkt unsere tägliche Bewegungsfreiheit drastisch ein. Der Weg in die Arbeit zu Fuß oder per Rad entfällt, längere körperliche Aktivitäten sind nur begrenzt möglich. Doch wenn der Kalorienverbrauch sinkt, droht unweigerlich eine Gewichtszunahme. Sportwissenschaftler Bernhard Schwartz weiß, wie man im Homeoffice physisch und psychisch gesund bleibt.

Ein Powernap macht nicht nur müde Katzen wieder fit. (Foto: PHOTOCREO Michal Bednarek/Shutterstock.com)

Die veränderten Rahmenbedingungen machen sich bei vielen Menschen mit innerlichem Unwohlsein bemerkbar. In diesem Fall rät Bernhard Schwartz, Mitglied des Lehr- und Forschungspersonals und Forschungskoordinator an der FH Gesundheitsberufe OÖ: „Die neue Arbeitsumgebung kann bei gleichbleibender Leistung zu einer subjektiv empfundenen erhöhten Arbeitsbelastung führen. Veränderte Routinen helfen, die neue Situation besser zu meistern und die wahrgenommene Arbeitsbelastung zu senken. Nicht immer muss die Regelarbeitszeit von 9 bis 17 Uhr eingehalten werden. Jetzt ist Flexibilität gefragt, damit starre Verhaltensmuster und Gewohnheiten durchbrochen werden können.“

Raus aus der Routine

So kann beispielsweise der frühe Morgen bis zum Familienfrühstück für eine effektive Arbeitsphase genutzt und dafür eine längere Mittagspause in der Sonne eingelegt werden. Denn Sonnenlicht wirkt sich nicht nur positiv auf die Psyche aus, es stärkt auch das Immunsystem.

Auch eine kurze tägliche virtuelle Kaffeepause mit den Kollegen ist hilfreich, um sowohl fehlende Sozialkontakte als auch den Gang zur Büroküche auszugleichen.

Auf die Treppe, fertig, los

Wer über eine Treppe im Haus oder in der Wohnung verfügt, sollte sie auch nutzen. Beim Treppensteigen werden nicht nur Kalorien verbraucht, sondern auch die Atmung trainiert, das Herz-Kreislauf-System gestärkt, Muskeln im Po-, Oberschenkel- und Wadenbereich aktiviert und die Ausdauer verbessert. Aber Vorsicht, lieber die Stufen regelmäßig und in einem bedachtsamen Tempo hinauf- und hinuntergehen als auszurutschen.

Zeit für einen Powernap

Neben körperlicher Aktivität braucht es auch Platz für physisch inaktive und ruhige Zeiten. „Besonders positiv wirkt ein 20- bis 40-minütiges Nickerchen nach dem Mittagessen. Der sogenannte Powernap verspricht eine erstaunliche Leistungssteigerung, ist aber im normalen Büroalltag kaum durchführbar. Nutzen Sie darum die Zeit im Homeoffice und tanken Sie schlafend Kraft und Energie“, so Schwartz.

Steppen statt Snacken

Die Couch eignet sich zwar für einen kurzen Erholungsschlaf, stundenlanges Lümmeln vor dem Fernseher aber ist ungesund. Werbepausen sollten lieber für Fitnessübungen oder Steppen am Stand genutzt werden. Übrigens: „Das Ausüben körperlicher Aktivität ruft in kurzen, auch unter zehnminütigen Intervallen einen signifikant positiven Effekt auf die Gesundheit hervor. Und dabei muss es sich nicht unbedingt um Sport handeln“, so der Experte. Regelmäßige kurze Aktivitätsperioden können für manche Gesundheitsparameter sogar effektiver sein als längere und unregelmäßige Aktivitäten.


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