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LINZ. Im Rahmen des diesjährigen Ars Electronica Festivals lud das Unabhängige LandesFreiwilligenzentrum (ULF) gemeinsam mit Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer zum Symposium ins Ars Electronica Center. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie aus den vielen Initiativen der Corona-Akutphase nachhaltige Initiativen für die Zukunft werden können. Unter den Teilnehmern war auch Sozialminister Rudi Anschober in einer Online-Schaltung.

Eröffnungstalk des Symposiums. (Foto: vog.photo)
  1 / 3   Eröffnungstalk des Symposiums. (Foto: vog.photo)

Neben zahlreichen Experten und Aktivisten nahmen auch Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer, JKU-Rektor Meinhard Lukas und der Künstlerische Leiter von Ars Electronica Gerfried Stocker teil. 70 Personen vor Ort und mehr als einhundert Online-Besucheraus ganz Österreich waren live dabei und wurden von einem abwechslungsreichen Programm inspiriert.

Viel Stoff zum Nachdenken

Es wurde über die Verschiebung von Werten und Einstellungen gesprochen und die Rolle der älteren Menschen in der Zivilgesellschaft in Zeiten der Krise. Die besondere Bedeutung von Freiwilligenzentren und Freiwilligenorganisationen wurde ebenso in den Fokus genommen. Große Bedeutung wurde dem Thema Service Learning zugeschrieben. Im Wintersemester 2020/21 starten die JKU, das ULF und die Österreichische Hochschülerschaft das Projekt „Lernen.Engagement.Verantwortung“. Eingebettet in eine Lehrveranstaltung wird Studierenden künftig unter bestimmten Voraussetzungen ihr freiwilliges Engagement in Form von ECTS-Punkte anerkannt.

Am Nachmittag standen viele innovative Best-Practice-Projekte am Programm - von Initiativen, die gegen soziale Isolation ankämpfen oder sich für Chancengleichheit einsetzen bis hin zu Projekten, die sich mit den Potenzialen von Digitalisierung auseinandersetzen.

Gerstorfer ruft ersten Landespreis für zivilgesellschaftliches Engagement aus

„Es ist wirklich unglaublich, wie viele gute Ideen entstanden sind in dieser Zeit und wie entschlossen Freiwillige – die Zivilgesellschaft – hier agiert. Deshalb freut es mich ganz besonders, dass ich den ersten Landespreis für zivilgesellschaftliches Engagement ausrufen darf. Damit wollen wir Initiativen ermöglichen, ihre Aktivitäten umzusetzen und dafür auch die notwendige professionelle Begleitung durch das ULF zu erhalten. Starten werden wir mit der Ausschreibung noch dieses Jahr, kennenlernen werden wir die Preisträger bei der 10. Freiwilligenmesse OÖ 2021, die dann hoffentlich stattfinden kann“, freut sich Sozial-Landesrätin Birgit Gerstorfer.

Mit Ideen wird weitergearbeitet

Mit den Inhalten des Symposiums will das ULF gemeinsam mit den Kooperationspartner der Interessensgemeinschaft Freiwilligenzentren Österreichs und dem Fonds Gesundes Österreich nach vorne schauen und versuchen, einen Beitrag zur Nachhaltigkeit neuer Initiativen zu leisten. „Es ist wichtig, die Initiativen und Projekte, die oft quasi aus dem Nichts entstanden sind, zu stärken und weiterhin zu begleiten. Denn wir werden immer engagierte Menschen brauchen, die gegen Einsamkeit und Isolation vorgehen wollen oder die sich einsetzen für Chancengleichheit und viele Themen mehr. Wir sehen es als unseren Auftrag zu vernetzen, begleiten und für einen ausreichenden Wissenstransfer zu sorgen. Das ist eine der zentralen Aufgaben von Freiwilligenzentren und auch diese Strukturen müssen forciert werden“, so Nicole Sonnleitner, Leiterin des ULF.

Die Inhalte des Symposiums zum Nachschauen gibt's auf www.ulf.ooe.at


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