Trotz angespannter Lage: Ärztliche Routinekontrollen nicht aufschieben
OÖ. Täglich steigende Infektionszahlen, immer mehr Intensivstationen, die an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen: Das heimische Gesundheitssystem ist coronabedingt aktuell ganz stark gefordert. Die Ärztekammer für OÖ betont, dass die Menschen dahinter nicht vergessen werden dürfen. Gleichzeitig wird appelliert, Routinekontrollen angesichts der aktuellen Situation nicht aufzuschieben.

Die Spitalsärzteschaft, die niedergelassenen Mediziner und auch das Gesundheitspersonal – sie alle sind erneut stark gefordert, um die medizinische Versorgung in unserem Land aufrechtzuerhalten. „Die angestellten Ärztinnen und Ärzte in den Krankenhäusern sichern die Betreuung in den Spitälern und sind neben der Aufrechterhaltung des Normal-Betriebes erneut in der Situation, dass ganze Abteilungen umstrukturiert werden, um auch die Versorgung der Covid-19-Patienten zu gewährleisten. Daher ein großes Danke an alle Spitalsärztinnen und Spitalsärzte, die diese Doppelbelastung stemmen und in den Spitälern bereits früh erste Vorkehrungen getroffen haben“, betont Harald Mayer, Kurienobmann der angestellten Ärzte der Ärztekammer für OÖ.
Erste Anlaufstelle: Niedergelassene Ärzte
Niedergelassene Ärzte sind zudem für Patienten erste Anlaufstelle. Mit der neuen Möglichkeit des Antigen-Tests beim Kassenarzt – wenn Coronavirus-Symptome vorliegen – werden nicht nur anderweitige Testkapazitäten geschont, sondern auch die Patientensicherheit erhöht, da hier schnell und einfach Ergebnisse vorliegen und Patienten rasch Gewissheit haben. „Die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte helfen so mit, dass Patientinnen und Patienten schnell über ihren Gesundheitszustand Bescheid wissen. Gleichzeitig sichern sie auch weiterhin die medizinische Versorgung für alle anderen Patienten und schonen die Kapazitäten in den Krankenhäusern“, bedankt sich Thomas Fiedler, Kurienobmann der niedergelassenen Ärzte der Ärztekammer für Oberösterreich bei seinen Kollegen.
Großer Dank an Personal
„Vergessen werden darf natürlich auch nicht auf das medizinische Personal, denn immerhin sind sie es, die an der Seite der Ärzte gemeinsam die Patienten tagtäglich versorgen – ihnen gilt auch ein großes Danke“, so Ärtzekammer-Präsident Peter Niedermoser-
Arztbesuche und Routinekontrollen nicht aufschieben
Gleichzeitig wird appelliert, dass Patienten trotz Lockdown keine Scheu davor haben dürfen, Mediziner wegen Beschwerden oder Routinekontrollen aufzusuchen. Denn nur damit könne gewährleistet werden, dass womöglich bereits bestehende Erkrankungen, von denen der Patient selbst noch nichts merkt, auch entdeckt werden.


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