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LINZ/OÖ. Am Freitag, 20. November, ist Internationaler Tag der Kinderrechte. Anlässlich dazu weist der Verein SOS Menschenrechte auf Kinderrechte und den Schutz unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge hin. Er fordert dazu auf, Kinder, Jugendliche und ihre Eltern aus Flüchtlingslagern aufzunehmen.

  1 / 4   Sarah Kotopulos, Gerhard Haderer und Gunther Trübswasser mit dem neuen Kampagnen-Sujet. (Foto: Zoe Goldstein)

Am 20. November ist der 31. Jahrestag der Internationalen UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Während eine Kindheit in Österreich in den meisten Fällen einen guten Start ins Leben bedeutet, sieht es an anderen Orten der Welt schlechter aus, hält Gunther Trübswasser, der Vorsitzende von SOS-Menschenrechte fest. So haben Menschen in griechischen Flüchtlingslagern, wie etwa Kara Tepe auf Lesbos, weder Wasser noch Strom. Darunter sind auch viele Kinder und Jugendliche, die sich im Meer waschen müssen und nicht ausreichend Essen haben, um satt zu werden.

Kampagnen-Bild von Gerhard Haderer

Die Regierungen und die Zivilgesellschaft dürften auf keinen Fall hinnehmen, dass Kinder dem Dreck, der Kälte und der Gefahr des Menschenhandels ausgeliefert bleiben, sagt Sarah Kotopulos, Geschäftsführerin SOS-Menschenrechte. Der Verein hat eine Kampagne gestartet, für die der Karikaturist und SOS Menschenrechte Botschafter Gerhard Haderer das Sujet gezeichnet hat. „Man kann nicht mehr sagen als: „Nicht zuschauen - einfach helfen“, appelliert Haderer.

Im Haus der Menschenrechte wohnen bereits minderjährige Flüchtlinge

SOS Menschenrechte fordert dazu auf, dass sowohl Kinder und Jugendliche als auch ihre Eltern aus den Lagern geholt und in Österreich aufgenommen werden sollten. In Oberösterreich stehen derzeit mehr als 700 Plätze für Geflüchtete leer, im Haus der Menschenrechte in Linz sind es zwölf freie Wohnplätze. Dort wohnen bereits unbegleitete minderjährige Flüchtlinge zwischen 14 und 18 Jahren. „Aus unserer hochspezialisierten Arbeit mit unbegleiteten Minderjährigen haben wir traurige Erfahrungen gemacht. Was diesen jungen Menschen auf ihrer Flucht aus den Krisenregionen angetan wird, ist kaum vorstellbar und traumatisierend. Wir haben Platz. Stellen wir ihn bitte mit entsprechender Betreuung zur Verfügung“, fordert Kotopulos.

Darüber hinaus setzt sich der Verein SOS Menschenrechte für eine höhere gesetzliche Grundversorgung minderjähriger Flüchtlinge ein. Derzeit bekommen sie halb so viel Betreuung, Fürsorge und Bildung finanziert im Vergleich zu fremduntergebrachten österreichischen Kindern.


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