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OÖ. Mit dem ersten Schneefall beginnt aber auch die Saison für den Lawinenwarndienst des Landes Oberösterreich. Coronabedingt wird sich der Trend zu Schitouren und Schneeschuhwanderungen diesen Winter noch einmal verstärken. Oftmals fehle aber das Wissen um die Gefahr von Lawinen, warnen die Experten des Lawinenwarndienstes. Deshalb wurde die Homepage des Warndienstes neu gestaltet, damit Touren entsprechend geplant werden können.

 (Foto: My Good Images/Shutterstock.com)
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Vielen Wintersportlern fehle es am notwendigen Wissen um die Gefahr von Lawinenabgängen und um die richtige Einschätzung der Situation, warnen Alpenverein und Bergrettung. Um hier gegenzusteuern, wurden in Zusammenarbeit der Bundesländer Salzburg, Steiermark, Kärnten, Nieder- und Oberösterreich die Homepages der Lawinenwarndienste vereinheitlicht und einfach und übersichtlich gestaltet. Dadurch kann sich jeder schnell einen Überblick über die Lawinensituation verschaffen und die Tour entsprechend planen.

„Vor allem für Wintersportler, die Touren außerhalb der gesicherten Gebiete planen ist es wichtig, Lawinenwarnungen richtig zu interpretieren und zu beachten. Mit der neu gestalteten Homepage sind diese grundlegend wichtigen Informationen noch leichter abrufbar. Sie bieten Entscheidungsgrundlagen, wann, wo und ob eine Tour sicher ist“, so Sicherheits-Landesrat Wolfgang Klinger.

Blick über Landesgrenzen hinaus

„Mit der neu gestalteten Homepage bieten wir einfache transparente Information zur aktuellen Lawinensituation und tragen somit zur Prävention von Lawinenunglücken bei. An die Stelle eines langen und oft nicht leicht lesbaren Lawinenwarnberichtes, ist nun eine klare grafische Darstellung getreten. Zusätzlich bietet die Homepage auch einen Blick über die Landesgrenzen hinaus, was gerade dann hilfreich ist, wenn ich eine Tour in einem der angrenzenden Bundesländer plane. Aus meiner langjährigen Erfahrung heraus weiß ich, wie wichtig eine solide Tourenplanung ist und dazu gehören valide Daten. Essenziell ist es aber auch, die Daten richtig zu interpretieren und im Zweifelsfall ein defensives Verhalten an den Tag zu legen. Der Großteil der Lawinenunfälle passiert bei Lawinenwarnstufe 3. Diese Ziffer bringt oft ein falsches Sicherheitsgefühl mit sich, weil man allzu leicht vergisst, dass 3 eben immer noch 'erheblich' bedeutet“, weist Florian Stifter vom Lawinenwarndienst OÖ auf die Funktionen der neuen Homepage hin.

Regionen nach Gefahrenstufe eingefärbt

Für die neue Homepage wurde eine Datenbank entwickelt, mit dem Ziel einen grafisch und wie gewohnt bereits auch inhaltlich einheitlich gestalteten Lawinenbericht anzubieten. Dieser Bericht besteht aus einer Kartenansicht des entsprechenden Bundeslandes, in dem ausgewiesene Regionen je nach Gefahrenstufe entsprechend eingefärbt sind. Neben der Erstinformation wie Gefahrenstufe mit oder ohne Höhen- oder Tagesabhängigkeit, Exposition, Lawinengefahren, enthält er auch eine aussagekräftige Schlagzeile. Durch Klick in die Karten bekommt man je nach Region weitere Detailinformationen.

Ein Vorteil für den Nutzer ist, dass er durch Klicken in benachbarte Regionen auch dort sofort Informationen bekommt, ohne auf die jeweilige Homepage wechseln zu müssen. Auch wurde sichergestellt, dass der Zeitpunkt der Veröffentlichung täglich um 18 Uhr im Gleichklang passiert.

Hausverstand kann nicht ersetzt werden

Was aber der beste Lawinenwarndienst nicht ersetzen könne, seien eine gute Ausbildung und ein gesunder Hausverstand, so Klinger. „Lieber einmal eine Tour auslassen, oder in einen unverspurten Hang nicht einfahren. Jedenfalls mit auf Tour sollte auch eine geeignete Sicherheitsausrüstung sein, denn passieren kann immer etwas. Was ich aber auch allen Sportlern rate, ist auf die Fachkompetenz unsere alpinen Vereine zurückzugreifen und einen entsprechenden Kurs zu belegen. Wissen kann hier Leben schützen“, betont der Landesrat.


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