„Wir versuchen Hoffnung zu geben. Nicht auf eine Heilung, aber auf ein kurzfristiges Ziel"
LINZ. Über 4.000 Menschen wurden in den vergangenen 20 Jahren auf der Palliativstation St. Louise am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern würdevoll auf ihrem letzten Weg begleitet. Für Ärzte, Pflegefachkräfte und Therapeuten eine Herzensangelegenheit, der sie jeden Tag aufs Neue mit großem Einsatz begegnen.

„Wir versuchen Hoffnung zu geben. Nicht auf eine Heilung, aber auf ein kurzfristiges Ziel, etwa auf eine Nacht ohne Schmerzen, oder ein Tag mit der Familie. Selbst, wenn man nichts mehr machen kann, ist oft noch viel zu tun“, erzählt Abteilungsleiter Johann Zoidl. Er und sein Team betreuen Menschen, die unheilbar krank sind und meist eine begrenzte Lebensdauer haben.
Im Zentrum steht die Linderung von belastenden Symptomen sowie den Patienten und ihren Angehörigen auch auf psychischer und spiritueller Ebene in ihrer Not zu begegnen. Jedes Jahr erfahren rund 200 Patienten diese Hilfe. „Menschen mit einer begrenzten Lebenserwartung Rückhalt und Sicherheit zu geben, ist neben einer optimalen Schmerztherapie unsere Hauptaufgabe. Eine Mission, der sich unser Team jeden Tag mit neuer Motivation widmet“, erklärt der Oberarzt.
„Eine der schwierigsten, aber eine der wichtigsten Aufgaben ist es, das letzte Stück eines Lebensweges begleiten zu dürfen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Palliativstation haben den Umgang mit schwerstkranken Menschen und ihrer existenziellen Not in den vergangenen 20 Jahren grundlegend geprägt. Für dieses wichtige Schaffen bin ich sehr dankbar“, betont die Ärztliche Direktorin am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern Elisabeth Bräutigam.


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