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LINZ. Fast täglich gibt es im Zivilschutz-Büro Anfragen, welche Notstromaggregate zur Vorsorge für einen Blackout empfohlen werden. Die Experten raten aber ab. Für Privathaushalte gäbe es wichtigere Dinge, die jeder Haushalt für Katastrophenfälle wie einen Blackout braucht und die einfacher und kostengünstiger in der Anschaffung sind, wie eine Notkochkelle, Decken, Lebensmittelvorrat usw. Zumal sei die Gefahr, die von einem Notstromaggregat ausgeht, größer als der Nutzen.

 (Foto: Zivilschutz)
(Foto: Zivilschutz)

Zur Nutzung eines Notstromaggregates sind bauliche Maßnahmen notwendig, welche gesetzlichen Vorgaben unterliegen. Voraussetzung für eine Einspeisung ist die richtige Infrastruktur am Gebäude: ein Netztrenner und eine Einspeiseschnittstelle. Außerdem muss Treibstoff bevorratet werden, der aber nur eine begrenzte Haltbarkeit hat und richtig gelagert werden muss (Brandschutz).

Wer sich unbedingt ein Notstromaggregat anschaffen will, muss auf jeden Fall ein konzessioniertes Elektrounternehmen beauftragen und das Bauamt der Gemeinde über das Vorhaben informieren.

Achtung Kohlenmonoxid

Laut Zivilschutz liest man in den Medien immer häufiger von Todesfällen durch unsachgemäß betriebene Notstromaggregate, dabei handle es sich oft um eine Kohlenmonoxid-Vergiftung bzw. Verbrennungen.

Kohlenmonoxid ist ein äußerst giftiges farb-, geruch- und geschmackloses Gas, welches unter anderem durch eine Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Stoffen (etwa Holz, Gas, Benzin oder Öl) unter unzureichender Sauerstoffzufuhr entsteht. Dieses Atemgift behindert den Sauerstofftransport im Blut, was schnell zum Tod durch Erstickung führen kann. Symptome einer leichten Vergiftung sind Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und grippeähnliche Symptome.

Richtiges Verhalten bei Verdacht auf CO-Austritt

  • Öffnen Sie zur Lüftung Ihrer Wohnung alle Türen und Fenster, schalten Sie alle Geräte aus.
  • Alle Personen müssen schnellstmöglich die Räume bzw. das Gebäude verlassen - wichtig ist Frischluft!
  • Gegebenenfalls Erste-Hilfe-Maßnahmen einleiten
  • Notruf absetzen: Feuerwehr 122, Rettung 144
  • Die Einsatzkräfte über die Möglichkeit einer erhöhten CO-Konzentration informieren.

Tipps zur Vermeidung von Kohlenmonoxidunfällen gibt es in der Broschüre „Meine Sicherheit“ beim OÖ Zivilschutz, diese ist kostenlos unter www.zivilschutz-shop.at zu bestellen.


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