Memento-Tag am 8. August: Es wird Zeit, über den Tod zu sprechen

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Künstlerin katuuschka bei der Arbeit (Foto: sagbar)
Künstlerin katuuschka bei der Arbeit (Foto: sagbar)
Nora  Heindl Nora Heindl, Tips Redaktion, 05.08.2021 12:05 Uhr

LINZ. Es wird Zeit, über den Tod zu sprechen: Anlässlich des Memento-Tages am Sonntag, 8. August, von 10 bis 18 Uhr, knüpft der Verein „sagbar“ auf und rund um den St. Barbara Friedhof in Linz ein zartes Band zwischen Street-Art und dem Leben. Denn eine Gemeinsamkeit ist gewiss: Weder der Mensch noch Graffitis sind für immer. 

Der Memento mori-Tag wurde 2013 in Australien ins Leben gerufen und fand 2020 erstmals auch in Österreich statt. „Der Tag soll an die Sterblichkeit erinnern und im gleichen Atemzug daran, dass man das Leben genießen soll. Denn vor dem Tod gibt es das Leben und das sollte gelebt werden“, sind sich die Veranstalterinnen Verena Brunnbauer und Nicole Honeck vom Verein „sagbar“ einig.

Street-Art auf der Friedhofsmauer

Sie laden ein, dem Tod mit derselben Neugier zu begegnen wie anderen Aspekten der menschlichen Existenz. Dieses Jahr knüpfen sie dafür ein Band zwischen Street-Art und dem Leben, denn beides ist vergänglich. „Auch Graffitis bleiben nicht ewig, sei es, ob sie durch die Stadt entfernt werden, ob das Gebäude abgerissen wird oder ob sie einfach verblassen“, geben sie zu bedenken.

So wie die Werke der Street-Art-Künstler ruin, katuuschka, Canlab und video.sckre, die seit Ende Juli auf einer Friedhofsaußenmauer entstanden sind. „Eine Mauer trennt oder grenzt sogar ab, das dahinter bleibt verborgen. Durch die Gestaltung der freigegebenen Mauer soll die Grenze aufgebrochen werden“, so die Veranstalterinnen. Auch für die Künstler selbst war der Ort etwas Besonderes, „weil eine Friedhofsmauer normalerweise ein No-Go ist.“

Eine weitere Kunstinstallation an den äußeren Friedhofswänden kombiniert Street-Art-Fotografien von Verena Brunnbauer mit Fragen aus dem Kartenspiel „Sarggespräche“. Was wäre deine letzte Mahlzeit? Wie möchtest du in Erinnerung behalten werden? Welche Musik soll auf deiner Beerdigung gespielt werden?

Die Sargbar selbst ist ein umgebauter mobiler Sarg, der zu Gesprächen an der Bar lädt. Verena Brunnbauer schafft Raum und Zeit, gemeinsam Tabus zum Thema Tod und Sterblichkeit zu brechen – getreu dem Motto „Es ist alles sagbar an der Sargbar“, lacht Nicole Honeck.

Selbst zur Spraydose greifen können Kinder und Erwachsene um 15 Uhr in einem Workshop von Canlab alias Daniel Rappitsch. Unter seiner Anleitung entsteht ein Kunstwerk an einem stillgelegten Gebäude am Barbara-Friedhof. Und auch hier ist schon vorher klar, das Gesprayte wird nicht ewig sein, „denn das Gebäude soll in ein paar Jahren abgerissen werden.“

Das ganze Programm gibt's auf www.deathpositiv.at

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