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"Dunkles Klassenzimmer": Schüler-Aktion zeigt Probleme Jugendlicher auf

Online Redaktion, 09.03.2022 20:39

LINZ/OÖ. „Dunkles Klassenzimmer“ - mit dieser Aktion startete die Union Höherer Schüler die Initiative „Gut, und selbst?“. Sie soll auf das Problem der immer schlechter werdenden psychischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen aufmerksam machen. Am Linzer Taubenmarkt wurde am Mittwoch ein Klassenzimmer nachgebaut.

Aktion "Dunkles Klassenzimmer" am Linzer Taubenmarkt. (Foto: UHS OÖ)
  1 / 2   Aktion "Dunkles Klassenzimmer" am Linzer Taubenmarkt. (Foto: UHS OÖ)

Die nachgebaute Schulklasse symbolisierte, wie viele Personen an depressiven Symptomen leiden oder gar Suizidgedanken haben. Laut Studie der Donau Universität Krems 2021 sind es mehr als jeder zweite Jugendliche bzw. jeder Sechste, der darüber nachdenkt, sich das Leben zu nehmen.

„Um den Jugendlichen zu helfen, braucht es nicht nur eine Aufstockung des Schulsupportpersonals, eine Integration des Themas ‚Psychische Gesundheit‘ im Lehrplan und einen Fokus auf  Früherkennung und Prävention im Schulhaus, sondern auch politische Systemveränderungen“, so Julian Angerer, Landesobmann der Union Höherer Schüler.

Auf der anderen Seite sei jede in Österreich lebende Person gefordert, das Thema im eigenen Umfeld zu enttabuisieren und anzufangen, darüber zu sprechen. Durch Schulworkshops, Veranstaltungen und Leitfäden will die Initiative Kinder und Jugendliche dazu ermutigen, mit Freunden oder Eltern darüber zu sprechen, sich professionelle Hilfe zu holen oder sich ganz einfach zu informieren, wie sie präventiv vorbeugen können.

Mental Health Jugendvolksbegehren

Für Carina Reithmaier, Bundesobfrau der Schülerunion ist klar: „Mit der Initiative ‚Gut, und selbst?‘ wollen wir den Schülern in Österreich echte Hilfe ermöglichen. Zusätzlich haben wir das „Mental Health Jugendvolksbegehren“ ins Leben gerufen. Mit über 50 Organisationen und Experten setzen wir uns somit dafür ein, dass das Thema rund um die psychische Gesundheit mehr Gehör findet.“


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