Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

LINZ. Die Linzer Stadtforschung setzt sich jährlich mit den Zu- und Wegzügen nach und von Linz auseinander. Im Vorjahr konnte ein Wanderungsgewinn erreicht werden.

Mehr Zuzüge als Wegzüge gibt es in Linz. (Foto: saiko3p/stock.adobe.com)
Mehr Zuzüge als Wegzüge gibt es in Linz. (Foto: saiko3p/stock.adobe.com)

883 mehr Zu- als Wegzüge konnte die Stadt Linz im Vorjahr erzielen. „In der Zuwanderung liegen auch wertvolle Chancen für den Arbeitsmarkt. Zwar hat die Arbeitsmarktlage in Linz wieder ein Niveau vor Corona erreicht und mit weniger Arbeitslosen sogar noch übertroffen“, so Bürgermeister Klaus Luger. Jedoch kämpfe die Wirtschaft mit eklatantem Arbeitskräftemangel, der sich durch alle Branchen ziehe. Dieses Problem könne aber durch Qualifizierungsmaßnahmen für bereits in Österreich lebende Migranten gemildert werden.

Junge Erwachsene als Zuwanderer

Kaum Veränderungen zeigen sich bei näherer Betrachtung der Altersstruktur, vorwiegend kommen die Zuwanderer aus dem Segment der jungen Erwachsenen, im Alter zwischen 15 und 29 Jahren. Die höchsten Zuzüge zählt Linz durch Bürger aus Syrien, Rumänien und Kroatien. Gegenüber dem Jahr 2020 sind Zu- sowie Wegzüge gestiegen, was zeigt, dass die Mobilität nach dem Lockdown-Jahr wieder auf Vorkrisenniveau ist. 2021 entfielen rund 28 Prozent der Linzer Wanderungsbewegungen auf die Umlandbezirke Linz-Land und Urfahr-Umgebung. Die höchsten Wanderungsgewinne auf oberösterreichischer Gemeindeebene konnte Linz mit Steyr und Wels einfahren. Gegenüber Leonding entstand der höchste Wanderungsverlust.

Platz zwei im Städtevergleich

Was den Zugewinn an Einwohnern betrifft, liegt Linz in einer Reihung der Landeshauptstädte, ohne Eisenstadt, Bregenz und Wien, auf dem zweiten Platz. Im Vergleich mit Graz und Innsbruck zeigt sich, dass Linz bei den unter 20-Jährigen deutlich niedrigere Wanderungsgewinne aufweist, bei den 20 - 24-Jährigen jedoch die Vergleichsstädte überflügelt.

„Fachkräftemangel gezielt entgegenwirken“

Mittlerweile wurde im Bereich der Arbeitslosigkeit wieder das Vorkrisenniveau erreicht und sogar übertroffen: Im August dieses Jahres wurden elf Prozent weniger Menschen arbeitslos gemeldet, als genau ein Jahr zuvor. „Die Stadt Linz setzte in den Pandemiejahren 2020 und 2021 mit dem 'Pakt für Linz', einem 65 Millionen schweren Investitionsprogramm, konkrete Maßnahmen, um den Auswirkungen der Krise entgegenzutreten. Gezielte Investitionen in die künftigen Arbeitsmärkte, vor allem im Digitalisierungs-, IT- sowie im Pflegebereich bleiben nicht aus – nur so wirken wir dem Fachkräftemangel gezielt entgegen“, führt Bürgermeister Klaus Luger aus. Bislang konnten vor allem mittelständige Betriebe aus dem oberösterreichischem Zentralraum von dem Investitionspaket profitieren, nun sollen gezielte Kooperationen wichtige Impulse für Linz als Innovationsstandort und als attraktiver und international bekannter Arbeits- und Studienort setzen.

Bundesweites Aktionsprogramm

Auch die steigende Bevölkerungszahl kann den enormen Bedarf an Arbeitskräften für Linzer Betriebe bis zum Jahr 2030 nicht bewältigen. Deshalb schlägt Bürgermeister Klaus Luger ein bundesweites Aktionsprogramm mit den Schwerpunkten spezielle Qualifizierungsmaßnahmen für aktuell arbeitslose Menschen, gezielte Zuwanderung von Arbeitskräften aus Nicht-EU-Ländern, Anwendung von neuen Modellen für Arbeitserlaubnisse und die rasche Möglichkeit eines Familiennachzuges bei erfolgreicher Integration vor.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden