Linzer Pilzberatung war in einigen Fällen wohl lebensrettend
LINZ. Die Stadt Linz bietet als kostenloses Service eine Pilzberatung, die letzte hat nun stattgefunden. 110 Begutachtungen wurden dieses Jahr durchgeführt - einige davon waren wohl lebensrettend.

In den vergangenen Wochen wurden vor allem typische Herbstpilze, zum Beispiel Maronenröhrlinge, Nebelkappen und auch Hallimasch zur Begutachtung vorbeigebracht. In mehreren Fällen war die Beratungstätigkeit lebensrettend. Unter anderem landeten ein tödlich giftiger grüner Knollenblätterpilz, ebenso todbringende Grüne Schwefelköpfe, ein hochgiftiger Pantherpilz sowie einige Gelbe Knollenblätterpilze in der vorgelegten „Pilzausbeute“.
„Service kann nicht hoch genug geschätzt werden“
„Die Tätigkeit der Linzer Pilzberatung kann also, wie man sieht, nicht hoch genug eingeschätzt werden. Ich kam zufällig dazu, als ein Schwammerlsucher einen Gelben Knollenblätterpilz vorbeigebracht hat, der natürlich umgehend aussortiert worden ist. Der Genuss dieser Pilzsorte kann zu starken Gesundheitsbeschwerden, unter anderem Herzrasen, führen. Das Verspeisen von Grünen Knollenblätterpilzen, wie sie ebenfalls in den Sammelkörben aufgetaucht sind, könnte sogar letal enden. Linz ist außerhalb Wiens meines Wissens die einzige Stelle, die ein derartiges Service, und das noch dazu kostenlos, anbietet“, beton der Linzer Gesundheitsstadtrat Michael Raml.
Vorsicht bei Bodenfrost
Auch wenn jetzt immer noch Pilze in den Wäldern rund um Linz gefunden werden, sollte man vor allem nach den ersten Bodenfrösten größte Vorsicht walten lassen. Durch das Gefrieren und Auftauen kann sich nämlich die chemische Zusammensetzung der Pilze bzw. der darin erhaltenen Proteine ändern. Das Essen dieser Schwammerl würde zu groben Magenbeschwerden führen.


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