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Neue Strahlentherapie: verkürzte Behandlungen und bessere Verträglichkeit

Nora Heindl, 25.06.2023 08:05

LINZ. Der Umbau der Radioonkologie am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern ist abgeschlossen. Generell entwickelt sich die Strahlentherapie immer weiter. So wird die Behandlungsdauer immer kürzer.

Das Highlight des Umbaus: der neue vier Tonnen schwere Linearbeschleunigers, mit dessen Inbetriebnahme ab Herbst noch mehr Patienten behandelt werden können. (Foto: Ordensklinikum Linz)

„Der Trend geht in Richtung Verkürzung der Strahlenbehandlung mit weniger Bestrahlungssitzungen“, sagt Hans Geinitz, Leiter der Abteilung für Radioonkologie und Strahlentherapie am Ordensklinikum Barmherzige Schwestern. Am Ordensklinikum werden vor allem Brust- und Prostatakrebs mit hypo- und ultrahypofraktionierter Bestrahlung vielversprechend behandelt.

„Seit mittlerweile 15 Jahren erhalten bei uns Patientinnen mit Mammakarzinom nach der Operation 15 statt 25 Sitzungen. War diese Behandlung anfangs nur bestimmten Patientengruppen vorbehalten, so werden seit 2022 so gut wie alle Mammakarzinom-Patientinnen hypofraktioniert therapiert“, sagt Geinitz. Mittlerweile sind mehrere tausend Patientinnen so erfolgreich behandelt worden.

Die Zehn-Jahres-Daten mit 15 Fraktionen zeigen nicht nur eine gleiche Effektivität im Hinblick auf die Tumorheilung, sondern sogar etwas weniger Nebenwirkungen als das lange Schema mit 25 Bestrahlungen.

Ältere Patientinnen mit Brustkrebs werden seit 2020 durch die Erhöhung der Einzeldosen gar mit dem Kurzzeitschema in fünf Bestrahlungssitzungen behandelt: „Ist die Einzeldosis höher, benötigt man eine geringere Gesamtdosis, um den gleichen Effekt zu erzielen“, so Geinitz. Möglicherweise werde auch die Ultrahypofraktionierung in einigen Jahren für alle Patientinnen die Standardbehandlung sein, „derzeit sind die Zahlen bei uns bereits deutlich am Steigen“.

Auch gut für die Umwelt

Die verringerten Sitzungen wirken sich auch positiv aufs Klima aus. Da Patienten seltener zur Strahlentherapie fahren müssen. „Im Vergleich zu 2011 wurden 2022 – im Wesentlichen wegen kürzerer Behandlungsschemata – mehr als 800.000 Kilometer nicht gefahren“, sagt Geinitz.


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