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LINZ. Gehen ist die natürlichste Fortbewegungsart des Menschen. Doch allzu häufig wird im Trubel des Alltags auf ein Mindestmaß an Schritten pro Tag vergessen. Doch wie viele braucht’s wirklich, damit die Gesundheit profitiert?

Gemeinsames Gehen macht gleich doppelt Spaß. (Foto: Robert Kneschke/stock.adobe.com)
Gemeinsames Gehen macht gleich doppelt Spaß. (Foto: Robert Kneschke/stock.adobe.com)

Das Gute vorab: Es müssen nicht 10.000 Schritte pro Tag sein. Eine jüngst im European Journal of Preventive Cardiology veröffentlichte Studie zeigt, dass das allgemeine Sterberisiko bereits ab 4.000 Schritten sinkt. Das Risiko für eine Herz-Kreislauf-Erkrankung reduziere sich bereits nach 2.400 Schritten. Die Untersuchung analysierte 17 Studien mit fast 227.000 Teilnehmenden.

Gehen kennt keine Grenzen

Auf lange Sicht sind mehr Schritte zu empfehlen. 6.000 bis 8.000 (fünf bis 6,5 Kilometer) wären gut und auch in den Arbeitsalltag integrierbar.

Aber warum 6.000 Schritte machen, wenn schon 2.400 reichen? „Ganz einfach. Die Studie zeigt auch, dass es keine Obergrenze bei den täglichen Schritten gibt! Mit jeweils 500 Schritten mehr erhöhen sich auch die gesundheitlichen Benefits. Der positive Effekt konnte nachgewiesen werden bis zur Zahl von 20.000 Schritten pro Tag. Also, je mehr, desto besser“, sagt Helmuth Ocenasek, Allgemein- und Sportmediziner in Linz sowie Referent für Sportärzte in der Ärztekammer.

Schrittzahl allmählich steigern

Aber beginnen wir mit kleinen Schritten. Denn der Reiz des Weitermachens liegt oft an der möglichen Dosissteigerung. Ist man zu rasch am Zenit, wächst die Wahrscheinlichkeit, dass man eilig damit aufhört, womit man mit Feuereifer begonnen hat. Wenn man aber die Einheiten klein und kontinuierlich steigert, bleibt zu hoffen, dass die aktuelle Bewegungslaune in dauerhafte Sportroutine umschlägt.

Und das sollte das oberste Prinzip bleiben. Denn das Gehen wirkt präventiv gegen Zivilisationskrankheiten. Das sind unter anderem Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes und neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer.

Übrigens wurden keine geschlechtsspezifischen Unterschiede gefunden, auch gilt die Erkenntnis, unabhängig vom Alter und davon, wo man lebt.


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