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Weltalzheimer-Tag (21. September): Umfrage der Volkshilfe unter pflegenden Angehörigen zeigt fehlende Unterstützung

Nora Heindl, 21.09.2023 08:05

OÖ. Wie geht es pflegenden Angehörigen von an Demenz erkrankten Menschen aktuell? Hat sich ihre Lage im letzten Jahr verschlechtert? Und wie denken sie über die Regierungsarbeit im Bereich Pflege? Diese und weitere Fragen hat die Volkshilfe in einer österreichweiten Online-Umfrage 500 pflegenden Angehörigen gestellt.

 (Foto: LIGHTFIELD STUDIOS/stock.adobe.com)
(Foto: LIGHTFIELD STUDIOS/stock.adobe.com)

77 Prozent der Befragten benoten die derzeitigen Aktivitäten der Regierung im Pflegebereich mit Vier bis Fünf. Nur zwei Prozent vergeben ein Sehr gut. Ein katastrophales Urteil und ein deutlicher Handlungsauftrag. Oder um es mit den Worten eines Betroffenen zu sagen: “Als pflegender Angehöriger ist man der Depp der Nation, es gibt kaum Zuwendungen bzw. Hilfen die wirklich was bringen. Eine Pflegereform ist dringend nötig.”

Viele tragen die Last der Pflege allein

Rund 40 Prozent der Befragten pflegt ihre an Demenz erkrankten Angehörigen allein. Wie wir aus der Forschung wissen, bleibt jenes Familienmitglied, das die Betreuung zu Beginn übernommen hat, mit dieser Aufgabe meist auch in Zukunft allein. Die körperlichen und seelischen Belastungen werden damit umso größer und schädigen auch mit der Zeit.

Jene Befragten, die Unterstützung durch professionelles Pflegepersonal angeben (60 Prozent jener, die sich die Pflegeaufgaben teilen), antwortet bei der Frage nach den Herausforderungen, dass es für sie nicht ausreichend professionelle Angebote für stundenweise Entlastung gibt.

Herausforderung Berufstätigkeit und Pflege

Fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) gibt an, neben der Pflege auch berufstätig zu sein. Ein Viertel in Teilzeit, der Rest sogar in Vollzeit. Eine enorme Herausforderung. Auf die Frage, ob sie ihre Erwerbstätigkeit aufgegeben oder den Umfang reduziert haben, um mehr Zeit für die Pflege zu haben, antwortet jede/r Dritte mit Ja (36 Prozent). Eine hohe Zahl, die mitverantwortlich dafür ist, dass sich pflegende Angehörige oft in einer finanziell prekären Lage wiederfinden.


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