Landespreise für gelungene Linzer Integrations-Initiativen
OÖ/LINZ. Die Gewinner des OÖ Landespreises für Integration 2023 wurden am Mittwochabend feierlich im Lentos Linz gekürt. Auch Linzer Einrichtungen und Initiativen durften sich über eine Auszeichnung freuen.

Das Integrations-Ressort unter Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) ehrt mit dem Landespreis für Integration das besondere Engagement von Gemeinden, Vereinen, Initiativen und freiwillig Engagierten im Bereich der Integration.
Erster Preis für Volkshilfe migrants care
In der Kategorie „Sprache und Arbeit“ ging der erste Platz an die Volkshilfe – migrants care - Schritte zum Pflege- und Betreuungsberuf. Seit 2021 gibt es das Projekt in Linz, nach den ersten beiden erfolgreichen Jahren konnte es auch auf andere Bezirke erweitert werden.
Ziel ist es, interessierte Migranten auf das Berufsfeld Pflege und Betreuung vorzubereiten. „migrants care“ bietet einerseits eine umfassende Beratung und Information über das angestrebte Berufsfeld, andererseits wird durch das, der Vorqualifizierungsmaßnahme vorgelagerte, Assessment die Aufnahme der bestgeeignetsten Bewerber sichergestellt. Die Volkshilfe unterstützt dabei bei den Themen Sprache und Bildung als Schlüsselqualifikation, Teilhabe an der Wirtschaft und am Arbeitsmarkt zu stärken und bei der Integration und dem Zusammenleben vor Ort.
Kombi-Preis für „Stimm*Raum“ und Umar Chekarbiev
Den zweiten Platz in der Kategorie „Respekt und Werte“ holten zwei Projekte in Kombination:
- Soziale Initiative – Stimm*Raum „Diese Flamme nicht erlöschen lassen“
- Umar Chekarbiev – Respekt, Gesundheit und Toleranz
Die Wanderausstellung „Diese Flamme nicht erlöschen lassen“ öffnet neue Räume der Begegnung für junge Tschetschenen, Räume der Begegnung zwischen Menschen mit und ohne Fluchterfahrung, bietet Einblicke in das Schaffen junger Künstler, die mit ihren Geschichten und ihren Fotos von ihrem Leben, ihren Erfahrungen in Österreich und Tschetschenien erzählen. Die eigene Kultur, der Krieg, Wege der Flucht, daraus entstandene Traumata und das Ankommen und Leben in Österreich werden aber auch unabhängig von der persönlichen Herkunft betrachtet und transportiert – es geht vor allem darum, wie junge Menschen, Kinder, einen Krieg erleben, welche Auswirkungen Flucht hat, was Rassismus/Diskriminierung bedeutet und wie gelungene Teilhabe in Österreich gelingen kann.
Besonders ist auch, dass nicht über Menschen mit Fluchterfahrung gesprochen wird, sondern sie selbst Möglichkeit haben, von sich zu erzählen. Sie treten bei Ausstellungen, Lesungen und Diskussionen auf. Sie sind aber auch Multiplikatoren und Role Models in der eigenen Community.
Für die Förderung von internationalem Zusammenleben durch Sport und Integration wurde Umar Chekarbiev ausgezeichnet. Er ist seit 47Jahren im Sport tätig, davon 36 Jahre als Trainer. „In den Medien wird die Situation mit tschetschenischen Jugendlichen immer wieder angesprochen und hochgespielt im negativen Sinne. Aus diesem Grund wollen wir schon im Vorfeld dem Ganzen entgegenwirken und machen deshalb mit Kindern und Jugendlichen seit Jahren Ringsport“, erzählt er.
Beginnend mit Jugendlichen aus der tschetschenischen Community, wurde dieses Projekt für Jugendliche aus allen Communities geöffnet. Ihr Ziel ist es, Jugendliche zu vernetzen und so einen kulturellen Austausch zu ermöglichen.
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