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LINZ. Roboter-unterstützte Operationssysteme ermöglichen komplexe minimalinvasive Eingriffe. Je präziser eine OP durchgeführt werden kann, desto besser sind die Ergebnisse für die Patienten.

Matthias Biebl, Leiter der Chirurgie im Ordensklinikum, mit dem DaVinci-Operationsroboter (Foto: Ordensklinikum Linz)

„Wir erleben es mittlerweile öfter, dass Patientinnen und Patienten gezielt nach dem DaVinci fragen. Sie wollen mit dem Roboter operiert werden“, erzählt Matthias Biebl, Leiter der Chirurgie im Ordensklinikum Linz. Seit 2008, als erstes Spital Oberösterreichs, ist dort das DaVinci-Robotersystem vor allem in der Prostata-Chirurgie und seit 2021 auch in der Allgemeinchirurgie im Einsatz. Im Herbst 2022 kam ein zweites dazu.

„Seit der Anschaffung des zweiten DaVincis konnte die Chirurgie das Angebot robotischer Eingriffe für Patientinnen und Patienten im Bereich der komplexeren Bauchchirurgie deutlich ausbauen. Aktuell werden minimalinvasive Tumoroperationen an der Bauchspeicheldrüse, an der Leber, an der Speiseröhre, am Magen sowie am Dickdarm und der Lunge überwiegend roboterunterstützt durchgeführt. Zudem führen jetzt auch die HNO, die Gynäkologie sowie die Kinderurologie regelmäßig robotische Eingriffe durch“, so der Primar.

Der große Vorteil einer Operation mit dem Roboter ist, dass die vier Arme, einer davon trägt die Kamera, die dem Operateur Bilder in 3D-Qualität liefert, über mehrere Gelenke in alle Richtungen abwinkelbar sind und diese sich so auf engstem Raum extrem präzise bewegen lassen. Gesteuert wird der DaVinci mittels zweier sogenannter Controller. „Ich sitze beim Operieren wie auf einer Werkbank und kann bequem meine Arme aufstützen. Zusammen mit der Beweglichkeit und hochpräzisen Steuerung der Instrumente des Roboters kann man so extrem präzise und fein arbeiten. Bei der konventionellen Laparoskopie ist dies deutlich schwieriger, da man die Bewegungen über die starren Instrumente umsetzen muss“, erklärt Biebl.

Patienten dürfen früher heim

Einer der größten Vorteile für die Patienten zeigt sich nach der Operation: Durch die präzise Steuerung während der Operation wird das umliegende Gewebe wesentlich weniger bewegt und mehr geschont, als das bislang möglich war. Die Patienten können dadurch zum Beispiel einige Tage früher nach Hause gehen. Biebl: „Je größer das Operationsgebiet ist, desto mehr Regionen grenzen an und können in Mitleidenschaft gezogen werden. Daher ist mit dem DaVinci vor allem bei sehr ausgedehnten und hochkomplexen Eingriffen ein schonenderes Operieren möglich.“


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