Gewalt gegen Frauen: Männer sind in der Pflicht, Verantwortung zu übernehmen
LINZ. Auch heuer wird mit der Kampagne „16 Tage gegen Gewalt“ ein starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt. Als Spitze des Eisbergs wurden bis Mitte November in Österreich 27 Femizide verübt.

Frauenstadträtin Eva Schobesberger und Sozialminister Johannes Rauch betonten, wie wichtig die Bewusstseinsbildung und der Ausbau von Maßnahmen seien. Vor allem sehen sie die Pflicht bei den Männern: „Gewalt an Frauen ist eine der größten Krisen in unserer Gesellschaft. Nur, wenn Männergewalt aktiv angesprochen wird, kann sie verhindert werden. Oft reicht ein Wort zur richtigen Zeit, um gewaltvolles Verhalten zu unterbrechen“, so Sozialminister Johannes Rauch (GR).
Förderung gewaltpräventiver Männer- und Burschenarbeit
Die Unterstützung von gewaltpräventiven Maßnahmen trägt langfristig zum Schutz von Opfern bei. In Österreich spielen die Männerberatungsstellen eine wichtige Rolle in der Gewaltprävention, indem sie durch ihre psychosozialen Beratungsangebote entscheidend dazu beitragen, Gewalt zu verhindern. Das „Männerinfo-Telefon“ ist unter der Nummer 0800 400 777 täglich 24h lang erreichbar. Es werden Erst- und Krisenberatungen im Fall von Gewalt im familiären Umfeld angeboten, ebenso wie eine schnelle und aktive Vermittlung von Hilfe und Unterstützung. Auch andere bestehende Hilfsangebote werden immer weiter ausgebaut.
„“sagwas-Mann spricht's an“
Die Kampagne wurde 2021 ins Leben gerufen und wird jährlich geschaltet. Vor allem Männer sollte es ermutigen Zivilcourage zu zeigen und einzuschreiten, wenn sie Zeugen von Gewalt an Frauen werden. Auch prominente Unterstützung wie zum Beispiel Von Andreas Herzog gibt es.
Das Linzer Frauenbüro setzte sich für Gewaltpräventionsworkshops in Linzer Sonderschulen und eine weitere Anzahl an Projekten ein.


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