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Linzer Krankenhaus liefert Infos für werdende Eltern via Instagram

Nora Heindl, 28.01.2026 10:04

LINZ. Neun Monate, 280 Tage und unzählige Fragen: Das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Linz bringt medizinische Expertise dorthin, wo viele werdende  Eltern mittlerweile nach Informationen suchen – auf Instagram.

Auch für Schwangere sind die sozialen Medien zur wichtigen Informationsquelle in Gesundheitsfragen geworden. (Foto: lev dolgachov/stock.adobe.com)

Der neue, in dieser Form österreichweit einzigartige Instagram-Kanal @schwanger_bruederlinz der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe bietet eine verlässliche Informationsquelle rund um die Schwangerschaft – von der Planung bis zum 1. Geburtstag des Kindes.

Wissen aus erster Hand

Hintergrund ist ein verändertes Informationsverhalten: Soziale Medien sind für viele Menschen – besonders für junge Frauen – zur ersten Anlaufstelle bei Gesundheitsfragen geworden. Die Inhalte sind dort oft emotional und erfahrungsbasiert, verlässliche medizinische Antworten jedoch nur selten gebündelt zu finden.

Genau hier setzt das Linzer Krankenhaus an. „Schwangerschafts- und Geburtsfragen werden heute zunehmend über Social Media gestellt. Die Antworten sind oft zahlreich, schnell verfügbar und emotionalisiert, aber nicht immer korrekt. Mit diesem Instagram-Kanal möchten wir medizinische Expertise auf eine zugängliche Weise vermitteln – verständlich, wissenschaftlich fundiert und mit Blick auf die Vielfalt der Geburtshilfe“, betont Lukas Hefler, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe.

Auf dem Kanal finden sich bereits rund 280 Videos, erstellt von etwa 50 Experten. Ärzte, Hebammen, Pflegepersonen und Therapeuten arbeiten erstmals in dieser Form gemeinsam daran, komplexe medizinische Inhalte verständlich aufzubereiten. „Viele Schwangere kommen durchwegs auch in einer Situation der Verunsicherung zu uns, oftmals vorinformiert durch soziale Medien. Unser Kanal soll helfen, Informationen richtig zu verstehen und einzuordnen“, erklärt Christiane Braumann, leitende Oberärztin der Pränataldiagnostik.

Thematisch reicht das Angebot von Impfungen und Nahrungsergänzungsmitteln über Untersuchungen bis hin zu Geburt und postnataler Betreuung. Künftig sollen auch Einblicke in den Klinikalltag folgen, um ein realistisches Bild von den Abläufen zu vermitteln. „Wir wollen werdenden Müttern Orientierung geben, damit sie sich sicher und gut unterstützt fühlen“, erklärt Hebamme Michaela Greiner.


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