Eishockey: Pädagogische Qualitäten, Einzug in die Playoffs und große Investitionspläne
Auf Kontinuität setzt der EHC Liwest Black Wings. Mit dem US-Amerikaner Troy Ward steht hinter der Bande freilich ein neuer Headcoach.

„Ich fühle mich geehrt, ein Teil des Teams und in der Stadt Linz zu sein“, erklärt der 55-Jährige. Bis alles auf Linie ist, wird es wohl noch ein wenig dauern. „Das hängt von zwei Dingen ab. Einerseits ist da mein Zugang zu den Spielern, wie ich sie erreiche und meine Philosophie an sie weitergeben kann. Andererseits liegt auch viel an den Führungspersönlichkeiten in der Mannschaft. Erst wenn sich diese Gruppe gebildet hat kann sie helfen, den Rest des Teams auf ein Level zu bringen. Je eher diese beiden Aspekte ineinander greifen, desto schneller werden wir zu unserem Spiel finden“, ist Ward überzeugt.
Lernen wie in der Schule
Die Cracks sind von den ersten Wochen unter der neuen sportlichen Führung jedenfalls angetan. „Wir lernen sehr viel. Jeder Tag ist irgendwie wie Schule“, packt Brian Lebler seine immer besser werdenden Deutschkenntnisse aus. Philipp Lukas unterstreicht die Aussage des Goalgetters. „Viele neue Informationen strömen auf uns ein. Für mich als älteren Spieler ist es vielleicht ein wenig anspruchsvoller, aber sehr interessant, dass bisher an jedem Trainingstag ein gewisser Schwerpunkt gesetzt wurde“, beschreibt der 37-Jährige.
Znojmo und Südtirol
In die neue Saison starten die Black Wings auswärts gegen den HC Orli Znojmo (Fr., 8. 9., 18.30). Das erste Heimspiel steht zwei Tage später ab 17.30 Uhr gegen den HCB Südtirol Alperia auf dem Programm. Erklärtes Saisonziel im immer enger zusammen rückenden EBEL-Feld ist der Einzug in die Playoffs. „Wir hoffen zumindest auf das Halbfinale. Das wird diesmal besonders schwierig, aber wir haben das Team dazu. Die finanzstärksten Klubs Salzburg und KAC haben einen kleinen Vorteil. Wir lauern dahinter und sind eher die Jäger. Das finde ich gut so und kann mit dieser Rolle leben“, gibt Manager Christian Perthaler zu.
Millionenschwere Pläne
Ambitioniert zeigen sich die Black Wings auch in wirtschaftlicher Hinsicht. Um 3,5 Millionen Euro wird der Kabinentrakt nach der Saison umgebaut. Ein nächster Ausbauschritt ist für die folgenden fünf bis zehn Jahre geplant. Das Dach der Keine Sorgen EisArena soll erneuert werden und die Kapazität im Zuge dieses Umbaus weiter steigen. „Die Umsetzung dieser Pläne bringt Verbesserungen in allen Bereichen, sind mit Stadt und Land bereits abgestimmt“, spricht Präsident Peter Freunschlag von einer Investitionssumme zwischen 15 und 20 Millionen Euro für diese zweite Umbaustufe.


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