Faustball: U21-Europameister nach 15 Jahren und drei Finalniederlagen in Folge
OÖ. Zum Europameistertitel schlug sich die österreichische U21-Nationalmannschaft bei den Titelkämpfen im schweizerischen Jona durch. Zuletzt gelang dieses Kunststück einem Team dieser Altersklasse vor immerhin 15 Jahren.

Musste sich Rot-Weiß-Rot in den vergangenen drei Jahren im Endspiel jeweils Deutschland 2:3 geschlagen geben, drehten die immer stärker werdenden Burschen von Klemens Kronsteiner den Spieß diesmal um.
„Im Kopf routinierter“
„Wir wussten, dass wir gewinnen können. Aber es war kein Muss“, sieht der Oberösterreicher als Trainer und sportlicher Leiter von Faustball Austria die U21 immer noch als Entwicklungsschritt in Richtung A-Nationalmannschaft. „Wir zogen aus der Vergangenheit unsere Schlüsse und arbeiteten gemeinsam vor allem auch im mentalen Bereich. Auch das trug dazu bei, dass die Spieler im Kopf routinierter sind.“
Erwachen im Semifinale
In der Vorrunde beim Bewerb der besten drei Nationen Europas überzeugte Österreichs Formation nicht. Fast logische Folge waren die Niederlagen gegen die Schweiz (2:3) und Deutschland (0:3). Ab dem Semifinale fanden unsere Nachwuchshoffnungen ihre Form und zogen mit einem 3:1 gegen die Schweiz in das Endspiel ein. Nach dem Gewinn des ersten Satzes ging der zweite an die deutschen Junioren, die ihr Pulver damit aber verschossen hatten. In den folgenden Durchgängen behielt Rot-Weiß-Rot mit 11:5, 11:7 und 11:8 die Oberhand.
Hochburg Oberösterreich
Acht der zehn EM-Goldmedaillengewinner spielen bei Klubs in Oberösterreich. Während Simon Dihlmann und Florian Putre bei der Salzburger Askö Seekirchen agieren, schlagen Karl Mühllehner, Lorenz Mahringer, Maximilian Huemer (Union Tigers Vöcklabruck), Markus Reinegger, Gustav Gürtler (AWN TV Enns), Martin Pühringer (DSG UKJ Froschberg), Matthias Aichberger (Sportunion Compact Freistadt) und Fabian Hofstadler (Sportunion Waldburg) im Land ob der Enns das Spielgerät.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden