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Umfrage: Zukunftsängste und keine Perspektive bei Oberösterreichs Sportvereinen

Karin Seyringer, 26.05.2020 17:59

OÖ. Die ASKÖ Oberösterreich hat als Sport-Dachverband eine Online-Umfrage zum Thema „Auswirkungen der Corona-Maßnahmen auf den Sportverein“ unter ihren rund 500 Mitgliedsvereinen durchgeführt. Am Trainingsplan stehen Perspektivenlosigkeit und Zukunftsangst. Das versprochene Soforthilfepaket Sport sei dringend erforderlich.

 (Foto: Kim Reinick/Shutterstock.com)
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Die repräsentative Umfrage unter den rund 500 Sportvereinen der Askö Oberösterreich zeigt auf, dass die Sportvereine momentan große Hürden zu überwinden haben und dringend die versprochene, finanzielle Unterstützung benötigen. Während jeder zweite derzeit noch nicht abschätzen kann, wie sich die Corona-Krise auf die finanzielle Situation des Vereins auswirken wird, ist für ein Viertel der Vereine die Finanz-Lage besonders schlimm. Fix-Ausgaben für Miete/Pacht, Betriebskosten, Versicherungen, Beiträge bei Fachverbänden oder Entschädigungen für Trainer sind trotz fehlender Einnahmen zu tragen.

Die Vereine lukrieren den Hauptteil ihrer Mittel aus Veranstaltungen, Turnieren oder Wettkämpfen - also aus dem aktiven Vereinsbetrieb. „Da dieser Vereinsbetrieb nun seit Anfang März komplett zum Stillstand gekommen ist und ein 'normales Vereinsleben' noch länger nicht möglich ist, werde sich die Situation hier noch weiter zuspitzen“, heißt es vom Askö OÖ.

Ängste um Förderungen, Sponsoren und Mitglieder

Die Umfrage zeigt auch, dass die Angst herrscht, dass die angespannte Situation in den Gemeinden eine Kürzung bzw. einen Komplettausfall der Förderungen für die regionalen Sportangebote zur Folge haben kann. 40 Prozent der Vereine haben zudem durch die Krise bereits Sponsoren verloren - der Großteil der Vereinsverantwortlichen befürchtet, dass sich die Situation noch verschlimmern wird. Mehr als ein Drittel der Vereine hat auch bereits einen Verlust von Mitgliedern zu beklagen.

Soziale und ökonomische Komponente wird unterschätzt

Um dennoch in Verbindung zu bleiben, kommunizierten 62 Prozent der Askö-Vereine regelmäßig über digitale Medien. Umgekehrt zeige das aber auch, dass knappe 40 Prozent durch die Einschränkungen kaum bis keinen Kontakt untereinander haben bzw. hatten. Auch bekannt seien die positiven Auswirkungen von Bewegung, Sport und dem Vereinsleben an sich auf die Gesundheit. „Soziale Isolation und Einsamkeit erhöht das Risiko für Atemwegserkrankungen und bedeutet generell ein höheres Risiko zu erkranken. Bewegung und Sport fördern die Gesundheit und stärken vor allem das Immunsystem“, so Askö OÖ Landesgeschäftsführerin Anita Rackaseder.

Präsident Erich Haider nennt Zahlen: „In Oberösterreich ersparen alleine die Askö-Fit-Angebote Krankheitskosten pro Jahr in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Damit das auch in Zukunft weiter so passiert, brauchen die Vereine jetzt dringend finanzielle Unterstützung!“

„Es ist höchste Zeit“

„Der Sport in Österreich hilft, jährlich mehr als 1,1 Milliarden Euro an Krankheitskosten vermeiden. Und das ist der ehrenamtlichen Arbeit in den 15.000 österreichischen Sportvereinen zu verdanken. Es ist höchst an der Zeit, das genau vor 50 Tagen versprochene Hilfspaket für den Sport umzusetzen“, fordern die Verantwortlichen des Sport-Dachverbandes.


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