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LINZ. Zum Saisonabschluss setzte es für den LASK gegen Rapid Wien eine deutliche 0:3-Niederlage. Dank der Pleite des Wolfsberger AC gegen Sturm Graz beendeten die Linzer die Meisterschaft auf dem vierten Rang und schafften erneut die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb.

LASK-Coach Dominik Thalhammer beim Spiel gegen Rapid. (FOTO: GEPA)
LASK-Coach Dominik Thalhammer beim Spiel gegen Rapid. (FOTO: GEPA)

Die LSK-Angestellten werden froh sein, dass die Saison 2020/21 zu Ende ist und sie einige Tage in Ruhe verbringen können, denn in den vergangenen Wochen hat diese einen weiten Bogen um die Linzer gemacht. Zunächst das Theater um den Stadionbau, dann die Betrugsvorwürfe gegen Vize-Präsident Jürgen Werner und zum Abschluss die Suspendierung von Co-Trainer Emanuel Pogatetz vor dem letzten Saisonspiel gegen Rapid Wien. Man kann nur hoffen, dass bald wieder Ruhe einkehrt, denn auch wenn es keiner zugeben will und würde, hat sich das Chaos rund um den Verein auch auf die Leistungen der Kicker ausgewirkt. So etwas blendet man nicht einfach so aus. Vor allem in Bezug auf die kommende Saison wäre Ruhe wichtig. Es ist jedoch zu befürchten, dass vor allem die Causa Jürgen Werner so schnell nicht aus der Welt zu schaffen sein wird und der LASK damit für viel Gesprächsstoff sorgen wird.

Cup-Finale und Teilnahme an der Conference League

Sportlich gesehen liegt hinter den Linzer eine Saison, die durchaus als zufriedenstellend bezeichnet werden kann. Immerhin stehen die Teilnahme am ÖFB-Cupfinale und das Erreichen der UEFA Conference League zu Buche. Nicht leugnen kann man jedoch auch heuer einen erneuten Leistungseinbruch in der Meistergruppe. In dieser gewann die Thalhammer-Elf nur zwei von zehn Spielen und erreichte so nur neun von 30 möglichen Punkten. Definitiv zu wenig, wenn man um die Champions League Plätze spielen will. Hinzu kommt die Tatsache, dass der LASK nur 15 Saisonsiege feiern konnte – Negativrekord seit dem Aufstieg 2017.

Die Achillesferse der Linzer war in den letzten Wochen die Abwehr. Einst das Prunkstück der Linzer, heuer die Schwachstelle. So setzte es zum Beispiel in den letzten beiden Runden gegen Salzburg und Rapid insgesamt acht Gegentreffer. Viele der insgesamt 41 Saison-Gegentreffer (vier mehr als in der Saison 2019/2020) fielen nach individuellen Fehlern. Angefangen bei Goalie Alex Schlager bis hin zu Kapitän Gernot Trauner passierten - immer wieder unterliefen den LASK-Kickern haarsträubende Fehler, die meist bitter bestraft wurden.

Gute Offensive,  Raguz und Schmidt vor Rückkehr

Die Offensive hingegen konnte auch heuer überzeugen. Trotz zahlreicher Ausfälle (zum Beispiel Marko Raguz) erzielten die Linzer 55 Tore. Zwölf davon gingen auf das Konto vom Johannes Eggestein. Ein Abgang des Deutschen dürfte nach dem Abstieg seines Stammvereins Werder Bremen in die 2. Liga kaum zu verhindern sein. Immerhin steht mit Marko Raguz ein Stürmer vor seinem Comeback. Zudem kehr mit Alexander Schmidt, zuletzt an St. Pölten ausgeliehen, ein weiterer Stürmer zurück. Der 23-Jährige konnte bei den Niederösterreichern vor allem zu Beginn und zum Ende der Saison überzeugen und erzielte zwölf Tore. 


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