LASK zeigt trotz Derby-Erfolgslosigkeit interessante Ideen im Positionsspiel
RIED/LINZ. Der LASK verlor am vergangenen Sonntag zwar das Derby in der Fußball-Bundesliga gegen die SV Ried, überzeugte aber auch in diesem Match spielerisch. Mit einem Kniff stellte man das Rieder 5-3-2-Defensiv-Konstrukt immer wieder vor Probleme.

Auch beim Oberösterreich-Derby in Ried war der LASK spielerisch überlegen und fand mehr Torchancen als der Gegner vor. Doch trotz dessen gewann der LASK wieder ein Bundesliga-Spiel nicht. „Das heutige Spiel ist schnell zusammengefasst: Wir haben uns unzählige Chancen herausgespielt, Ried 90 Minuten dominiert und waren einmal unaufmerksam. Und dann verlieren wir dieses Derby. Einmal mehr war es die Chancenverwertung, die uns einen Sieg gekostet hat“, ärgert sich Trainer Dominik Talhammer. Die Geschichte der vielen vergebenen Tormöglichkeiten zieht sich durch die bisherige Saison. Deshalb stehen die Athletiker auf dem achten Tabellenrang mit nur sechs Punkten aus ebenso vielen Spielen. Denn der unter Trainer Dominik Thalhammer eingeschlagene Weg, neben dem schnellen Umschalten auch vermehrt über ein Positionsspiel gegnerische Defensiv-Systeme auszuspielen, führt nach wie vor zu vielen Torchancen.
LASK mit gutem Ballbesitzspiel
Spielerisch zeigten die Schwarz-Weißen auch gegen die SV Ried eine ansprechende Leistung. Mit cleverem Positionsspiel zerspielte man den Rieder 5-3-2-Abwehrblock ein ums andere Mal. Gängiges Muster: Einer der beiden Sechser kippte aus dem 3-2-4-1-System diagonal raus, zog einen Rieder Mittelfeldspieler mit, wodurch sich im Halbfeld neben dem Ried-Sechser Raum ergab, den man mittels dynamischer Überzahl bespielte. Klappte das nicht, versuchte man mit gezielten Gegenbewegungen Zuordnungsprobleme in der Innviertler Fünferkette zu schaffen. Dabei kam ein Angreifer klassisch dem Ballführenden entgegen, um einen Verteidiger herauszuziehen, während der andere in die Lücke diagonal reinstartete.
Doch all das war von keinem zählbaren Erfolg gekrönt: Ein SV Ried-Eckball sorgte in Minute 17 für den 1:0-Endstand – der den LASK trotz Überlegenheit leer ausgehen ließ.


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