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LINZ. Aus dem Frauen-Fußball-Zentrum (FFZ) wird die Frauen-Fußball-Akademie OÖ (FFA). Damit wird im Frauen-Fußball ein klares Signal gesetzt. Träger sind Union Kleinmünchen und FC Blau-Weiß Linz.

  1 / 2   Gerald Reindl (Coach und Leiter Frauen-Fußball-Zentrum OÖ), Stephanie Höller (Obfrau Frauen-Fußball-Akademie OÖ), Stefan Reiter (Geschäftsführer FC Blau-Weiß Linz), Kapitänin Katharina Messthaler (SPG Kleinmünchen/Blau-Weiß Linz), Wirtschafts- und Sport-Landesrat Markus Achleitner, OÖFV-Präsident Gerhard Götschhofer und Christine Holzmüller (Vorstandsmitglied Frauen-Fußball-Akademie OÖ). (Foto: Land OÖ/Daniela Sternberger)

Für die neue Frauen-Fußball-Akademie wurde ein eigener, gleichnamiger Verein gegründet, dessen Träger Union Kleinmünchen und FC Blau-Weiß Linz sind. Der Verein gehört der Sportunion OÖ an. Obfrau ist Stephanie Höller (FC Blau-Weiß Linz), Vorstand und Obfrau-Stellvertreterin ist Christine Holzmüller (Union Kleinmünchen).

25 Mädchen – von der ersten bis zur fünften Klasse Oberstufe – werden aktuell in der Frauen-Fußball-Akademie Oberösterreich betreut: 24 davon spielen für SPG Union Kleinmünchen/Blau-Weiß Linz, eine Spielerin für St. Pölten.

Talente entdecken

Die FFA wird für alle Mädchen und Vereine offen sein. „Wir möchten so viele Talente wie möglich entdecken, begleiten, fördern – und so den Stellenwert des Frauenfußballs weiter steigern“, so Höller.

Mit dem Sportland OÖ und dem OÖ. Fußballverband stehen auch zwei wichtige Säulen hinter dem Projekt: Die Unterstützung wird sowohl finanziell als auch organisatorisch deutlich aufgestockt. So werden die bisherigen Fördermittel verdreifacht und liegen zum Start der FFA Oberösterreich bei rund 50.000 Euro.

Zudem wird die FFA im Talentezentrum Oberösterreich (TZ), im BORG für Leistungssport, eine noch bedeutendere Rolle einnehmen: Die Schulplätze werden von sechs auf zwölf Plätze pro Jahr verdoppelt, damit auch mit dem TZ-Betreuungsangebot wie z.B. sportmedizinische Untersuchen, Ernährungsberatung, Sportpsychologie oder sportmotorische Testungen versehen. Ebenso wird die Zahl der Internatsplätze erhöht. Auch der FC Blau-Weiß Linz und Union Kleinmünchen investieren natürlich in die FFA – und somit wird eine nachhaltige, qualitativ hochwertige Betreuung sichergestellt.

„Klares Signal“

„Wir wollen mit dem Start der Frauen-Fußball-Akademie Oberösterreich, mit der Offensive für Frauen-Fußball ein klares Signal setzen, Mädchen und Frauen für Fußball begeistern und motivieren. Wir wissen, dass wir damit noch immer nicht auf dem Level des Männerfußballs sind, aber ich bin überzeugt, dass es ein erster, ganz wichtiger, ganz wertvoller und dringend nötiger Schritt ist“, so Sport-Landesrat Markus Achleitner (ÖVP).

Auch Dr. Gerhard Götschhofer, Präsident des OÖ. Fußballverbandes, nimmt diesen Ball gerne auf: „Der OÖ. Fußballverband hat speziell in den letzten Jahren eine Vielzahl von Maßnahmen initiiert, die zur positiven Weiterentwicklung des Frauenfußballs in unserem Bundesland beitragen.“

Stefan Reiter, Geschäftsführer des FC Blau-Weiß Linz: „Vor einigen Jahren hat die Idee mit einem Frauenfußballzentrum in Oberösterreich begonnen. Jetzt heben wir mit der Neustrukturierung und der Marke Akademie den Frauenfußball noch einmal auf einen neuen Level, um die Wertigkeit des Frauenfußballs herauszustreichen.“

So wird das Frauen-Team SPG Union Kleinmünchen/Blau-Weiß Linz auch im neuen Donauparkstadion spielen. Die Mädchen der FFA sollen so auch immer die Perspektive haben, Bundesliga spielen zu können. „Wir haben darüber hinaus aber ganz klar auch das Ziel: möglichst viele Mädchen aus Oberösterreich im Nationalteam zu haben, sowohl in den Nachwuchsnationalmannschaften als auch im A-Team“, so Reiter.

Wieder in der Bundesliga

Zusätzlich gestärkt wird das Projekt durch den Umstand, dass mit dem Aufstieg der SPG Union Kleinmünchen/Blau-Weiß Linz Oberösterreich in der kommenden Saison 2022/23 auch wieder in der 1. Frauen-Bundesliga vertreten ist.

Für Kapitänin Katharina Messthaler und ihre Teamkolleginnen ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen. Das Team musste die letzten acht Spiele alle gewinnen, um den Titel noch zu schaffen – und das ist gelungen. „Natürlich war der Jubel grenzenlos. Wir freuen uns alle nun riesig auf das Abenteuer 1. Bundesliga – und wir werden alles daransetzen, uns auch dort ausgezeichnet zu präsentieren und uns zu etablieren. Wenngleich wir wissen, dass wir ein sehr junges Team haben.“


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