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Social Start-Ups. Neugründungen mit sozialer Basis

Tips Jugendredaktion, Lisa Hackl, 02.09.2016 10:53

Linz. Mit Tanja Tröbinger. Die meisten von uns denken bei Start-Ups an technische Apps auf dem Handy wie Runtastic oder praktische Essenslieferanten wie deliveroo oder lieferheld. Dass Startups auch sozial sein können, beweisen zwei junge Entwicklerteams aus Oberösterreich.  

Foto: pettogether
Foto: pettogether

Suchen oder gefunden werden: BuddyMe

Im Gegensatz zu Plattformen wie Facebook ist BuddyMe darauf ausgerichtet, sich online zu finden und offline zu treffen, um etwas zu unternehmen. Was im Februar 2014 als Studentenprojekt gegründet wurde,  hat heute mehr als 5700 User. Die Idee zu dieser Plattform entstand, als einer der Entwickler nicht genug Leute für eine Mountainbike-Tour fand. Ziel dahinter: Gemeinsame Unternehmungen. Auch für Firmen, die vor Ort eine Community bilden wollen, um gemeinsame Aktivitäten zu bündeln, kann die Website hilfreich sein.

Die Jugendredakteure starteten einen Selbstversuch, der sehr positiv verlief. Auf die veröffentlichte Einladung zu Kaffee kamen einige Anfragen und ein Treffen mit einer jungen Frau wurde arrangiert. Ähnlich wie bei einem Blinddate waren die einzigen Infos ihr Name und ihr Alter. Die eingetroffene BuddyMe- Nutzerin war genauso aufgeregt, denn es war auch ihre erste Erfahrung mit der Website. Doch schnell entwickelte sich ein angenehmes Gespräch, dass mit dem Versprechen, sich bald wieder zu treffen, endete.

Tiere teilen: Pettogether

Der typischer Startup Gründer ist ca 35, männlich und Akademiker. Nicht ganz diesem Klischee entspricht Tanja Linke, die im Frühling dieses Jahres das erste „petsharing“ Unternehmen in Oberösterreich gegründet hat. Linke beschreibt ihr Konzept: „Wir vermitteln kostenlos Tierbesitzer und potenzielle „Sharer“ aneinander, die sich gerne gemeinsam um ein Tier kümmern wollen.“ Die Idee stammt von ihrem eigenen „Leihhund“, den sie seit geraumer Zeit gemeinsam mit einer Bekannten teilt. „Die Idee eignet sich hervorragend für „Familien mit Kindern und Haustierwunsch, für die ein eigenes Haustier vielleicht zu kostspielig wäre“. Linke vergleicht es mit einem Kinder-Großeltern- Verhältnis, So wie Kinder Besuche bei  Oma und Opa und die dort herrschende Verwöhnung genießen, ist es auch für Haustiere schön, sich bei einer zweiten Familie heimisch und geliebt zu fühlen.

Obwohl die Seite erst seit vier Wochen online ist, hat sie bereits 81 angemeldete Tiere, die einen „Teilhaber“ suchen und über 25.000 Zugriffe. „Wir sind auch ein perfektes Team, bestehend aus einem PR-Fachmann, einem Programmierer und mir“, erzählt die selbstständige Grafikerin. Ihre Kollegen Christian Derwein und Johannes Knierzinger hat sie in einem Co-Working- Space kennengelernt. Ein Tipp den sie auch allen zukünftigen Unternehmerinnen geben will: „Vernetzt euch! Arbeitet in Großraumbüro oder mit Gründernetzwerken und baut dort wichtige Kontakte auf!“


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