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LINZ. Im vergangenen Landtag wurde die neue Energiestrategie „Energieleitregion OÖ 2050“ beschlossen, diese will weg von absoluten Zielen hin zu relativen – prozentuell zur Wirtschaftsleistung.

Die neue Engergiestrategie für Oberösterreich wurde beschlossen. Foto: Wodicka
Die neue Engergiestrategie für Oberösterreich wurde beschlossen. Foto: Wodicka

Als Ausgangspunkt für die neue Strategie sei das bestehende Strategiepapier „Energiezukunft 2030“ einer Überprüfung unterzogen worden. Dabei habe man festgestellt, dass die darin festgelegten Zielkorridore zum Teil sogar deutlich verfehlt worden seien, so ÖVP-Landesrat Michael Strugl. „Bei der Stromerzeugung wurde bis 2030 ein Ziel von 100 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern festgeschrieben, mit der bestehenden Strategie können aber bei einer linearen Fortschreibung der bisher erreichten Steigerungen bis 2030 nur 83 Prozent erreicht werden“, erläuterte er.

Die Ziele

Ziel ist es, dass der Anteil der erneuerbaren Energieträger am Gesamtstromverbrauch bis 2030 80 bis 97 Prozent erreicht. Die Emissionsintensität - also die energiebedingte Treibhausgasemissionen im Verhältnis zum Bruttoregionalprodukt (BRP) - sollen bis 2030 um 25 bis 33 Prozent und bis 2050 um 70 bis 90 Prozent reduziert werden. Die Energieintensität, der Energieverbrauch im Verhältnis zum BRP,  um 1,5 bis 2 Prozent pro Jahr. Der Energieeinsatz pro Quadratmeter für Wärme soll um 1 Prozent pro Jahr sinken.

Die Kritik

Kritik kommt nach wie vor von verschiedenen Umweltorganisationen, unter anderem Global 2000, und dem Grünen Landesrat Rudi Anschober. Dieser sieht unter anderem Arbeitsplätze bei Ökoenergieunternehmen in Gefahr und kritisiert die Aufweichung der Ziele – vor allem auch hinsichtlich der Einhaltung der Klimaziele von Paris. „Wobei ein Ziel von 97 Prozent Stromerzeugung aus erneuerbarer Energie mit Sicherheit nicht als Abkehr von der Energiewende dargestellt werden kann“, wehrt sich Strugl und verweist damit auf eines der neu gesteckten Ziele.


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