„Verbote lösen keine Probleme“
LINZ. Der „Hotspot“ Hessenpark beschäftigt am Donnerstag erneut den Linzer Gemeinderat. Für den gemeinsamen ÖVP/FPÖ-Antrag auf ein dortiges Alkoholverbot zeichnet sich jedoch keine Mehrheit ab.

Ein FPÖ/ÖVP-Antrag auf Alkoholverbot im Hessenpark war im Linzer Gemeinderat bereits am 30. Juni 2016 an der mangelnden Zustimmung der NEOS-Mandatarin Elisabeth Leitner-Rauchdobler gescheitert. Für eine Mehrheit wären alle drei Stimmen der NEOS-Fraktion notwendig. Die Gemeinderätin bekräftigt, weiter ein Alkoholverbot abzulehnen: „Verbote lösen keine Alkoholprobleme, keine Drogenprobleme und auch keine Kriminalitätsprobleme“, argumentiert sie. „Es ist populistischer Unsinn, der Bevölkerung vorzugaukeln, durch ein Alkoholverbot würde im Hessenpark Ruhe einkehren. Man muss die Probleme vielmehr an der Wurzel anpacken und sie nicht einfach an andere Örtlichkeiten verschieben.“ Leitner-Rauchdobler plädiert für eine vermehrte Präsenz der Polizei.
Burger-Lokal gab Betrieb auf
Auch der Linzer Vizebürgermeister Christian Forsterleitner betont: „Die Herausforderungen im Hessenpark werden bereits konsequent angegangen. Die Grünanlagen werden neu gestaltet, und es wurden Begleitmaßnahmen vereinbart, damit mit den belasteten Parkbesuchern der richtige Umgang gefunden werden kann. Im Vordergrund muss aber die Hilfe und gesellschaftliche Integration stehen, nicht die Verdrängung.“ Für einen problematischen „Hotspot“ am Rande des Parks, ein Burgerlokal, wurde mittlerweile ebenfalls eine Lösung gefunden. „Wir konnten mit dem Pächter vereinbaren, dass er seinen Betrieb dort aufgibt. Über die Nachnutzung dieses Teils wird gesondert beraten“, berichtet der Vizebürgermeister Christian Forsterleitner.
Ruf nach Nachtsperre in Parks
Die FPÖ-Gemeinderätin Brigitta Riha fordert neben der Verordnung für ein Alkoholverbot in Parks auch eine Sperre in den Nachtstunden.


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