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LINZ. Der Linzer Seniorenhandy-Hersteller Emporia will Applikationen herausbringen, um auch Android-Smartphones anderer Erzeuger seniorentauglich zu machen. Das verriet Eigentümerin Eveline Pupeter in einer Pressekonferenz mit dem Linzer Uni-Professor Rudolf Winter-Ebmer über den Umgang älterer Menschen mit modernen Technologien. Fazit: Die Oldies holen auf, aber die Generation 80-plus hat Defizite.
 

Mit den Applikationen sollen auch andere Smartphones Opa- und Oma-fit gemacht werden. (Foto: APA/AFP/Lluis Gene)

Winter-Ebmer erforscht im Rahmen eines Christian-Doppler-Labors an der Johannes Kepler Universität die gesellschaftlichen Auswirkungen des Alters. Zum Thema Umgang mit Handys ist emporia Telecom als Partner aus der Wirtschaft mit an Bord. Bei einer Befragung von mehr als 3000 Österreichern über 50 im Rahmen einer europaweiten Studie, zeigten sich zwar zwei Drittel der 50- bis 59-Jährigen von Tablets und fast drei Viertel von Smartphones begeistert. Bei der Generation 80-plus knickte der Enthusiasmus aber drastisch ein: Aus dieser Altersgruppe waren nur mehr 15 beziehungsweise 18 Prozent von derartigen Geräten angetan.

Winter-Ebmer führt das vor allem darauf zurück, dass Smartphones oder Tablets nur dann genutzt werden, wenn man in jüngeren Jahren gelernt hat, damit umzugehen. Im Umkehrschluss erwartet er, dass „die 80-Jährigen von 2035 sich nicht gegen die Technologien sträuben werden, die sie bereits 2017 kennengelernt haben“. Denn: Bei anderen Sicherheits-Tools wie Sturz- oder Notfallalarmen ist die Zustimmung der Gruppe 80-plus ähnlich hoch wie jene der 50- bis 59-Jährigen, sie schwankt zwischen 62 und 72 Prozent.

Seniorentaugliche Apps sollen Ende des Jahres kommen

Pupeter hat sich mit ihrer Firma auf die Entwicklung von Mobiltelefonen für Senioren spezialisiert. Emporia verkauft rund 600.000 Stück pro Jahr europaweit, 150.000 in Österreich. Davon sind 130.000 immer noch klassische Tastenhandys, der Anteil der Smartphones liege nur bei rund 20.000, erklärte sie. Ein Tablet sei nicht in Planung, hier sehe man den Markt nicht. Wohl aber will emporia mit Applikationen auch andere Smartphones Opa- und Oma-fit machen. Seit Jahren wird daran getüftelt, nun ist man offenbar in der Endphase. Details wollte sie daher noch nicht verraten, nur soviel: „Zum Christkind“ soll es so weit sein.


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