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Strugl legt Stromnetz-Masterplan für Oberösterreich vor: 30 neue Leitungen bis 2026

Karin Seyringer, 26.04.2017 10:11

OÖ. Einen Stromnetz-Masterplan für Oberösterreich und einen Trassenfindungs-Leitfaden präsentierte Energiereferent Vize-Landeshauptmann Michael Strugl. Bis 2026 werden 30 Leitungsprojekte im Bundesland umgesetzt, mit einem Investitionsvolumen von 700 bis 800 Millionen Euro. Mit dem Masterplan und dem Leitfaden soll mehr Transparenz rund um die Entscheidungsfindung für eine neue Trasse geschaffen werden.

Der Stromnetz-Masterplan Oberösterreich 2016 wurde präsentiert. V. l.: Johann Ecker (Institut Retzl GmbH), Vorstandsdirekter Gerhard Christiner (Austrian Power Grid), Energie-Referent Landeshauptmann-Stv. Michael Strugl, Vorstandsdirektor Stefan Stallinger (Energie AG), und Prokurist Helmut Köpplmayr (LINZ STROM Netz GmbH). Foto: Land OÖ / Ernst Grilnberger

Um auch künftig die Versorgungssicherheit und Qualität in der Energieversorgung zu gewährleisten, wurde der Masterplan entwickelt. „Durch einen sorgfältig geplanten Netz- und Leitungsausbau soll die Versorgungssicherheit weiterhin gewährleistet werden und das Netz auf die zukünftigen Marktentwicklungen - Erzeugung & Verbrauch - vorbereitet werden“, unterstreicht  Energiereferent Vizelandeshauptmann Michael Strugl.

Gemeinsam entwickelt

Der nun vorliegende „Stromnetz-Masterplan Oberösterreich 2026“ wurde durch die relevanten Netzbetreiber (Austrian Power Grid AG, Netz Oberösterreich GmbH und Linz Strom Netz GmbH) in enger Zusammenarbeit mit dem Land OÖ erstellt: „Diese Abstimmung und Kooperation ist notwendig, da etliche Projekte in starker gegenseitiger Abhängigkeit stehen: Daraus ergibt sich in vielen Fällen auch eine klare zeitliche Abfolge für die Realisierung der Projekte“, so Strugl.

30 Projekte müssen umsgesetzt werden

30 Leitungsprojekte finden sich im Masterplan, die bis 2026 umgesetzt werden - basierend auf der Ausbauplanung der drei Netzbetreiber. Sie umfassen auch 20 neue Umspannwerke. Insgesamt 700 bis 800 Millionen Euro werden investiert. Die Top-3-Masterplan Projekte für Oberösterreich sind die Generalerneuerung Donauschiene von St. Peter bis Ernsthofen mit Netzabstützung Innkreis. Dringend notwendig ist auch die Netzabstützung des Zentralraums (zwei neue Leitungen von Ernsthofen nach Pichlung und Wegscheid) -  als Voraussetzung zur Realisierung weiterer Projekte (darunter 110 kV-Kabelprojekte im Linzer Raum) sowie die Stromversorgung Mühlviertel. Hier ist eine Leitung von Rohrbach nach Bad Leonfelden geplant.

Verzögerungen verhindern

„Diese Projekte sind notwendig für die Energie-Infrastruktur des Landes“, so Strugl. Gleichzeitig bietet der Masterplan Information und Transparenz, auch für die Bevölkerung. Schon letzt legt Strugl die Planungen öffentlich vor, um auch Verzögerungen durch etwaige Anrainer-Proteste entgegenzuwirken. Schon im Vorhinein werden durch den Masterplan die Fragen nach der Notwendigkeit, des Trassenverlaufs und auch der Entscheidung ob Freileitung oder Erdkabel gestellt.

Der Masterplan mit allen geplanten Projekten in Oberösterreich und der Trassenfindungs-Leitfaden sind auf der Homepage des Landes OÖ abzurufen.


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