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Seit vielen Jahren ließ die AK mit ihrer Forderung nach einer deutlich höheren Studienbeihilfe nicht locker und hatte vorgerechnet, dass eine Abgeltung der Inflation eine 18-prozentige Erhöhung notwendig machen würde. Nun wurde die Forderung endlich erfüllt.

Dank der höheren Studienbeihilfe können sich jetzt viele Studierende ab Herbst wieder mehr auf ihr Studium konzentrieren, ohne dabei ständig Existenzsorgen haben zu müssen! Symbolbild: Ivica Stojak

Der Nationalratsbeschluss kommt besonders Kindern von ArbeitnehmernInnen mit geringen Einkommen zu Gute und entlastet jene Studierenden, die bisher viel arbeiten gehen mussten, um finanziell über die Runden zu kommen.

Seit 2007 wurde bei der Studienbeihilfe keine Inflationsanpassung vorgenommen. Ab dem kommenden Semester steigt die Höchststudienbeihilfe für jene, die am Wohnort der Eltern wohnen, von 475 auf 560 Euro monatlich. Für jene, die nicht am Wohnort der Eltern studieren, für Vollwaisen, Verheiratete, Studierende mit Kind und SelbsterhalterInnen wird sie von 680 auf 801 Euro monatlich erhöht. Auch alle anspruchsberechtigten StudentenInnen ab 24 Jahren bekommen nun mit der Reform bis zu 801 Euro Studienbeihilfe monatlich – unabhängig davon, ob sie noch bei den Eltern wohnen oder nicht.

Für alle StipendienbezieherInnen ab 24 Jahren wird es außerdem einen monatlichen Zuschlag von 20 Euro und für Studierende ab 27 Jahren einen monatlichen Zuschlag von 40 Euro geben. Auch die Einkommensgrenzen der Eltern, die Grundlage für die Berechnung der Studienbeihilfe sind, werden ab dem kommenden Wintersemester deutlich erhöht.

Rund 40.000 Studierende, die schon bisher Studienbeihilfe bezogen haben, werden von der Neuregelung profitieren, mehrere tausend Studierende, die bisher keinen Anspruch hatten, werden ab Herbst aufgrund des Beschlusses ein Stipendium bekommen. Die Erhöhung der Stipendien soll vor allem dazu beitragen, dass mehr Kinder aus Arbeitnehmer-Familien mit geringeren Einkommen ein Studium beginnen und auch abschließen können.

Bisher waren Studierende aus Familien mit geringen Einkommen oft gezwungen, neben dem Studium viel zu arbeiten, um finanziell über die Runden zu kommen. Dadurch waren sie im Vergleich zu ihren weniger arbeitenden KommilitonenInnen stärker belastet oder kamen mit dem Studium langsamer voran.

Dank der höheren Studienbeihilfe können sich jetzt viele Studierende ab Herbst wieder mehr auf ihr Studium konzentrieren, ohne dabei ständig Existenzsorgen haben zu müssen.


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