Mit einer Million Einser ab in die Ferien
OÖ/LINZ. Das Schuljahr ist zu Ende, für über 190.000 Kinder und Jugendliche in Oberösterreich geht's ab in die Ferien. Die zuständige Landesrätin Christine Haberlander und Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer ziehen zum Schulschluss erfreuliche Bilanz: Rund eine Million Einser finden sich in den verteilten Zeugnissen.

94 Prozent aller Schüler in Oberösterreich konnten das Schuljahr positiv abschließen, mehr als die Hälfte davon freut sich über ein sehr gutes Zeugnis. So sind 58 Prozent der Volksschul-Abgänger AHS-reif und 55 Prozent der Hauptschul- und NMS-Absolventen reif für eine höhere Schule. In den höheren Schulen gibt's bei über einem Drittel der Schüler eine Auszeichnung oder einen guten Erfolg. Die alternative Notengebung miteingerechnet finden sich in den Zeugnissen rund eine Million Einser, an den Pflichtschulen entfallen auf einen Fünfer ca. 300 Einser.
„Gute Ernte“
Eine „gute Ernte“, wie Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer findet. Das zeigt sich auch bei den Ergebnissen der „Bildungsstandards D8“. Oberösterreich erreichte hier in Deutsch (8. Schulstufe) Rang 1. „Das spricht wahnsinnig für die Qualität der Ausbildung in Oberösterreich“, freut sich Landesrätin Christine Haberlander. Mit der Einführung dieser Bildungsstandards ist es möglich, umfassende Ergebnisse über die Kompetenzen der Schüler zu erhalten.
Zentralmatura: Bester Erfolg, bei PISA im Spitzenfeld
Auch bei der Zentralmatura schnitten Oberösterreichs Maturanten im Österreich-Vergleich heuer wieder mit Abstand am Besten ab. 16,6 Prozent erreichten eine Auszeichnung, 21,2 Prozent einen „Guten Erfolg“.
Vergleicht man die Ergebnisse der oberösterreichischen Schulen bei PISA, so schnitten diese in Naturwissenschaften und Mathematik ausgezeichnet ab und liegen international im Spitzenfeld. In beiden Bereichen liegt Oberösterreich über dem Österreich-Mittelwert und unter den Top Ten der 38 OECD-/EU-Lander.
1537 Flüchtlingskinder in OÖ Schulen
Aktuell 2942 Flüchtlingskinder zwischen 3 und 18 Jahren sind in Oberösterreich in der Grundversorgung, davon 1537 im schulpflichtigen Alter. Die Schüler sind auf 251 Orte in Oberösterreich aufgeteilt, mit durchschnittlich sechs Kindern pro Ort. In Linz allerdings sind 219 Kinder untergebracht. „Die Verteilung in den Klassen und Schulen ist gut“, so Landesschulinspektor Werner Schlögelhofer, der darauf verweis, dass sich das oberösterreichische Bildungskonzept mit integrativer Beschulung mit begleitender Sprachförderung an den einzelnen Standorten sehr gut bewähre. Lob kommt hier für das große Engagement der Lehrkräfte und vieler weiterer Ehrenamtlicher.
Haberlander startet Bildungstour
Da trotz sehr erfreulicher Schulschlussbilanz Oberösterreich vor großen Herausforderungen im Bildungsbereich steht, startet Landesrätin Christine Haberlander die Tour „Bildung im Dialog“. „Die Schulen sind auch durch die Umsetzung der Bildungsreform gefordert. Für mich ist diese Reform eher eine Verwaltungsreform, der Blick auf die Schüler ist verloren gegangen“, so Haberlander.
Bei der Tour sollen daher die Betroffenen direkt mit einbezogen werden. „Was brauchen Schulen für die Herausforderungen von morgen, was brauchen Schüler?“ Diese Fragen sollen beantwortet werden, beim direkten Dialog in offenen Diskussions-Veranstaltungen in den Regionen. „Es geht darum, den Fokus auf die Kinder zu legen, weg von der Verwaltung“, so Haberlander
Kick-Off und Tour
Den Auftakt macht am 24. Juli eine Kick-Off Veranstaltung, danach steht im August fünf Open-Space-Veranstaltungen zu verschiedenen Themenschwerpunkten am Programm, zu denen jeder eingeladen ist.
Die Termine im Überblick:
10. August: Stift Reichersberg, Thema: „Übertritt vom Kindergarten in die Schule“
17. August: Agrar Bildungs Zentrum Salzkammergut, Thema: „Lebenslanges Lernen und Durchlässigkeit der Schulformen“
24. August: FH Hagenberg, Thema: „Digitalisierung“
31. August: FH Steyr, Thema: „Berufsbildene Schulen: Was brauchen Lehrlinge, was Unternehmen?“
7. September: Bildunghaus St. Magdalena Linz, Thema: „Schulen im städtischen Spannungsfeld, Herausforderungen der Integration“
Hinweis
Anmeldungen zu den Veranstaltungen sind ab sofort unter mail lr.haberlander@ooe.gv.at möglich, unter Betreff „Bildung im Dialog“ und Bekanntgabe von Name, Adresse, Telefonnummer sowie gewünschter Veranstaltung.


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