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Nachhaltiges Anlegen war das große Thema bei den Hypo-Investment-Gesprächen in Linz

Redaktion Linz, 21.03.2018 13:22

Nachhaltige Geldanlagen gewinnen zunehmend an Bedeutung. Klimawandel, Menschenrechte, soziale Ungleichgewichte – das sind nur ein paar Themen, die auch dieAnleger immer öfter beschäftigen. Das hochkarätige Podium – Uli Krämer, Leiter Portfoliomanagement der Kepler Fonds KAG,  Markus Schlagnitweit, Nachhaltigkeitsexperte und Theologe,  Martin Wenzel von der Wiener Börse AG und der Vorstandsvorsitzende der AMAG Helmut Wieser - diskutierte am Montagabend rund um dieses spannende Wirtschafts- und Gesellschaftsthema im Rahmen der HYPO Investment-Gespräche HYPO-Generaldirektor  Andreas Mitterlehner konnte rund 300 Gäste im Linzer Redoutensaal begrüßen.

  1 / 2   vlnr: Martin Wenzl, Uli Krämer, Markus Schlagnitweit, Moderatorin Margit Märzinger, Helmut Wieser, Andreas Mitterlehner Foto: Wakolbinger/Hypo OÖ

Für die AMAG sei Nachhaltigkeit kein Lippenbekenntnis, sondern ein Thema, mit dem man sich täglich beschäftige, so Helmut Wieser. Das zeige sich in vielen Bereichen. So seien die massiven Investitionen in den Standort Ranshofen definitiv ein gutes Beispiel für Nachhaltigkeit. Vom ökologischen Standpunkt her sei etwa die Elektrolyse in Kanada hervorzuheben. Dort werde Aluminium zu 100 Prozent mit Energie aus Wasserkraft erzeugt, betonte der Vorstandsvorsitzende. Das mache die AMAG zu einem gefragten Anbieter. Wie überhaupt die AMAG von der beabsichtigten weltweiten Reduzierung der CO2-Emissionen profitieren werde. Denn das leichte Aluminium werde zunehmend zu einem sehr gefragten Metall für die Autoindustrie, um die vorgeschriebenen Reduktionen zu erreichen, betonte Wieser.

Ethisch orientierte Veranlagungen

Für den Theologen Schlagnitweit gehe es bei den ethisch orientierten Veranlagungen darum, wie man als Anleger zu einem guten Zusammenleben der Gesellschaft beitragen kann. Sei man als Anleger nur auf den eigenen persönlichen Vorteil aus oder verstehe man sich als Teil eines größeren Ganzen. Als Anleger habe man dazu, so Schlagnitweit, verschiedene Möglichkeiten. Entweder man wähle Wertpapierprodukte aus, die gewissen Prinzipien und Kriterien entsprechen. Oder man trete als Investor direkt mit den Unternehmen in einen kritischen Dialog, um Verbesserungen zu erzielen.

Nachhaltiges Veranlagen

Nachhaltiges Veranlagen sei nicht nur eine Modeerscheinung, sondern werde in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen, betonte Investmentexperte Uli Krämer Aktuell werde alleine in Europa ein Volumen von elf Billionen Euro in nachhaltige Anlageprodukte investiert. Und das Wachstum werde weiterhin hoch bleiben, so Krämer. Als Anleger in nachhaltige Investments habe man auch keinerlei strukturierte Nachteile bei der Wertentwicklung, räumte der Experte mit einem gängigen Vorurteil auf.

 “Green Bonds“

Dies zeige sich etwa auch an der Entwicklung der Indizes an der Wiener Börse, so Börsemann Martin Wenzl. So sei der ATX seit 2005 um 14 Prozent gestiegen. Der VÖNIX, die Nachhaltigkeitsbenchmark des österreichischen Aktienmarktes, hingegen um 29 Prozent. Generell sei auch an den Börsen ein starker Trend zu nachhaltigen Veranlagungsprodukten zu erkennen. So notierten aktuell alleine an der Wiener Börse sogenannte „Green Bonds“ mit einem Volumen von 1,5 Milliarden Euro, betonte Wenzl. Und die Tendenz zeigt auch hier stark nach oben.


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