Energiebericht 2017: Photovoltaik boomt
OÖ/LINZ. Derzeit liegt der Anteil an erneuerbarer Energie beim Strom bei 76,7 Prozent, zeigt der oö. Energiebericht 2017. Bis 2030 ist ein Anteil zwischen 80 und 97 Prozent geplant.

Erreichen will man dieses Ziel vor allem durch den Ausbau von Photovoltaikanlagen. In diesem Bereich gäbe es noch ungenutztes Potential, so oö. Energiereferent Michael Strugl und Energiebeauftragter des Landes OÖ Gerhard Dell. So sollen 60 Prozent der Einfamilienhäuser und 80 Prozent der Mehrfamilienhäuser künftig mit Photovoltaikanlagen ausgestattet sein. Derzeit schwarkt die Leistung die pro Bezirk je 1000 Einwohnern produziert wird massiv - teils erklärbar, teils ohne sichtbare Gründe. „In Linz gibt es weniger Einfamilienhäuser und weniger verfügbare Fläche pro Einwohner“, erläutert Dell für die Landeshauptstadt.
Energieverbrauch konstant
Am gesamten Wärmeverbrauch ist der erneuerbare Anteil in Oberösterreich bei 43 Prozent, bei der Raumwärme mehr als 58 Prozent. Anders als in vergleichbaren Ländern ist der Bruttoinlands-Energieverbrauch in OÖ seit 2006 etwa konstant geblieben, trotz deutlichem wirtschaftlichem Wachstum. „Wir haben es geschafft, das Wirtschaftswachstum vom Energieverbrauch zu entkoppeln“, so Strugl.
Insgesamt 32 Prozent aus erneuerbaren Energien
Zwei Drittel des Bruttoenergieverbrauchs Oberösterreichs werden importiert. Jährlich werden damit zwei bis drei Milliarden Euro für den Energieimport ausgegeben. Etwa 23 Prozent des Bruttoinlandsenergieverbrauchs werden mit Mineralöl, 20 Prozent mit Erdgas, 25 Prozent mit Kohle und 32 Prozent mit erneuerbaren Energien gedeckt. Seit 2006 ist der erneuerbare Bruttoenergieverbrauch um ca. 20 Prozent gewachsen. Unter den erneuerbaren Energien ist die Biomasse der mengenmäßig bedeutendste Energieträger.


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