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LINZ/OÖ. Eine deutliche Zunahme bei den Lehrlingen in Oberösterreich zeigt die aktuelle Lehrlingsbilanz der Wirtschaftskammer Oberösterreich. 

Das meiste Potenzial was Lehrlinge angeht, sieht WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer unter anderem bei den Mädchen. Foto: Volker Weihbold

Insgesamt 7.368 junge Menschen - davon 2.602 Mädchen und 4.766 Buben - haben 2018 in Oberösterreich eine Lehre begonnen. Im Vergleich zum Vorjahr (7.093 Lehrlinge) ergibt das eine Steigerung von 275 Auszubildenden (plus 3,9 Prozent). Wenn man die Lehrlinge in der gewerblichen Wirtschaft betrachtet, so wurde sogar ein Plus von 5,5 Prozent erzielt. Oberösterreich liegt damit im Vergleich zum Rest von Österreich mit insgesamt 23.10 Lehrlingen und 5.664 Ausbildungsbetrieben auf Platz eins. Und das, obwohl das Land ob der Enns - was Einwohner betrifft - mit 1,47 Millionen Menschen auf Platz drei hinter Wien und Niederösterreich rangiert. 

Fast jeder Zweite macht eine Lehre

Betrachtet man den Marktanteil der Lehre, so sind die Zahlen seit dem Vorjahr auf 48 Prozent gestiegen. Das heißt, dass sich beinahe jeder zweite junge Oberösterreicher für eine Lehre entscheidet. Österreichweit liegt man hier im Durchschnitt bei zirka 40 Prozent. 

Zu den Berufen mit den am meisten steigenden Zahlen gehörte in den vergangenen zwei Jahren allen voran die Kraftfahrzeugtechnik mit einem Plus von 84 Lehrlingen, darauf folgten Mechatronik (74), Bürokaufmann/frau (64), Elektrotechnik (52), Maurer (40) und Karosseriebautechnik (30). Besonders positiv sei es für die WKOÖ, dass sich auch immer mehr Mädchen für technische Berufe entscheiden. 

„Ein Grund für diese positive Entwicklung bei den Lehrlingszahlen ist vor allem die Tatsache, dass Facharbeiter am freien Arbeitsmarkt faktisch nicht zu bekommen sind und deshalb die eigene Ausbildung vielfach die einzige Möglichkeit darstellt, um die dringend benötigten Fachkräfte für den Betrieb sicherzustellen. Umgekehrt sehen wir als Wirtschaftskammer auch, dass sich Jugendliche — aber vor allem deren Eltern — wieder verstärkt für eine duale Ausbildung in den Betrieben interessieren.Da hat in den letzten Jahren ein starkes Umdenken in der Gesellschaft begonnen“, sagt WKOÖ-Präsidentin Doris Hummer. 


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