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BEZIRK ROHRBACH/LINZ. Kurz bevor die ASFINAG mit dem Bau des Linzer Westrings A26 voll durchstartet, setzten die Spitzen aus Bund, Land Oberösterreich, Stadt Linz und ASFINAG einen symbolischen Bau-Anker in die Felswand am südlichen Donauufer.

  1 / 2   v.l. Bundesminister Norbert Hofer, Landesrat Günther Steinkellner, Landeshauptmann Thomas Stelzer, Bürgermeister Klaus Luger, Stadtrat Markus Hein, Vorstand Hartwig Hufnagl, Geschäftsführer Andreas Fromm Foto: ASFINAG/Matern

An solchen Ankern werden später die Stahlseile, die die pfeilerlose Brücke tragen, festgemacht.  Die 300 Meter lange Hängebrücke selbst, deren große Stahl-Bauteile per Schiff angeliefert werden, soll Ende 2020 fertig sein. Ende 2023, wenn auch sämtliche Tunnelauf- und -abfahrten zur B 127 Rohrbacher und B 129 Eferdinger Straße fertig sind, wird sie für den Verkehr freigegeben.

20.000 Autos weniger auf der Nibelungenbrücke

Täglich wird die Brücke dann 20.000 Autos von der Nibelungenbrücke abziehen – und somit eine Erleichterung für die tausenden Pendler bringen. Die Investitionssumme für die Brücke und die zwei Anschlussstellen auf beiden Donauufern beträgt rund 240 Millionen Euro. Zehn Prozent davon übernimmt das Land Oberösterreich, fünf Prozent die Stadt Linz.

Bis 2031 wird auch der letzte Abschnitt des Linzer Westrings fertig gestellt: Der Neubau der Westbrücke (Bauabschnitt 3) über die Gleise der Westbahn als leistungsfähige Verbindung zur A 7 (Knoten Hummelhof).

Zukunft statt Westring-Autobahn

Der Bau des Linzer Westrings findet allerdings nicht nur Zustimmung: Für die Grünen ist es ein „Straßenprojekt, das völlig aus der Zeit fällt.“ Die Baustelle werde Linz solange im Griff haben, bis der letzte Gletscher aus Oberösterreich verschwunden ist. Wichtige Öffi-Projekte hingegen würden brach liegen.

„Zukunft statt Westring-Autobahn“ und damit eine „nachhaltige, vorausschauende Verkehrs- und Energiepolitik“ fordert das Aktionsbündnis „Wir lassen uns nicht überfahren“ ein. „Mit dem Geld, das die Westring-Autobahn voraussichtlich verschlingen wird, könnte jedem Pendler aus dem Oberen Mühlviertel eine Jahreskarte des OÖ. Verkehrsverbundes von Rohrbach nach Linz geschenkt werden – mehr als 200 Jahre lang“, heißt es vom Aktionsbündnis.


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