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LINZ/OÖ. Bei der diesjährigen Bilanz berichtete das Landesgericht Linz auch über die Sicherheitsvorkehrungen im Gebäude.

Im Monat betreten durchschnittlich 15.000 Menschen das Gebäude des Landesgerichts Linz. Sie alle müssen durch die Sicherheitskontrollen vor Ort. Was dabei oft gefunden wird, gleicht einem Krimi: unter anderem acht Faustfeuerwaffen, monatlich rund 160 Messer, monatlich 37 Abwehrsprays, Schrauben, Scheren, Feilen, Alkohol, Spritzen, Nadeln, Drogen und ein als Taschenlampe getarnter Elektroschocker.

Dass die Sicherheitskontrollen am Gericht so streng sind, hat einen traurigen Hintergrund: 1995 kam es am Bezirksgericht in Urfahr zu einem Amoklauf, bei dem fünf Menschen getötet wurden. Neben dem Einsatz eigener Sicherheitsleute hat es im vergangenen Jahr auch die Hilfe der Polizei gebraucht: 41 Mal wurde diese in Zusammenhang mit gefundenen Drogen, wegen verbotener Waffen oder aggressiven Verhaltens von Besuchern gebraucht. Zehn Rettungseinsätze waren notwendig, neunmal wurde außerdem bei Verhandlungen um Polizeiassistenz ersucht.

Verfahrensbilanz

In dem Zeitraum vom 1.Jänner bis zum 31. Dezember 2018 fielen am Landesgericht Linz 1048 zivilrechtliche Verfahren, 827 aus dem Arbeitsrecht und 1801 aus dem Sozialrecht an. Im Strafrechtsbereich gab es 862 Ermittlungsverfahren und 1555 Hauptverfahren. Davon waren nur 29 länger als sechs Monate anhängig. In diesem Bereich wurden 1539 Urteile gefällt, von denen 1916 Personen betroffen waren. 1204 davon waren Verurteilungen - in 589 Fällen ging es um Ausländer inklusive EU - und 235 waren Freisprüche. 

Es gab im vergangenen Jahr 18 Geschworenenverfahren, 16 dieser wurden auch in diesem Jahr erledigt. Unter diesen Verfahren waren auch wieder jene nach dem § 3g Verbotsgesetz. 


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