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LINZ/LINZ-LAND. Mit 1. August 2019 hebt die LINZ AG den Fernwärme-Tarif um sieben Prozent an. Begründet wird dies mit steigendem Brennstoff-Kosten. 70.000 Wohnungen in Linz, Traun und Leonding sind davon betroffen.

Die nächste Heizsaison für Fernwärmekunden wird teurer. Foto: Wodicka
Die nächste Heizsaison für Fernwärmekunden wird teurer. Foto: Wodicka

Eine Info darüber ist tausenden Linz AG-Kunden in den letzten Tagen auch in den Briefkasten geflattert. Auch nach dem 1. August 2019 wird die Differenz zum zweitgünstigsten Anbieter noch 10 Prozent betragen, wie die LINZ AG betont: „Strategie der LINZ AG ist es, der günstigste Fernwärme-Anbieter aller Landeshauptstädte Österreichs zu sein“, bekräftigt Josef Siligan, der für das Energieressort zuständige Vorstandsdirektor der LINZ AG.

70.000 Wohnungen in Linz, Traun und Leonding betroffen

Der neuerlichen Preissteigerung gingen bereits einige Teuerungen voraus: plus 6,3 Prozent per 1. Juni 2011, plus 8,3 Prozent per 1. August 2012, plus 7,8 Prozent per 1. Februar 2014 und plus 7,0 Prozent am 1. November 2014. Rund 70.000 Wohnungen in Linz, Traun und Leonding sind von der Preiserhöhung betroffen.

Scharfe Kritik an den Preisanpassungen kommt von der Linzer KPÖ: „Auch wenn beschwichtigend erklärt wird, dass diese Preisanpassung für einen durchschnittlichen Familienhaushalt monatliche Mehrkosten von 5,80 Euro und für einen Single-Haushalt von 3,20 Euro bedeutet, so heißt das im Klartext eine Mehrbelastung von 70 bzw. 38 Euro pro Jahr“, kritisiert die Linzer KPÖ-Gemeinderätin Gerlinde Grünn. 

Ruf nach kommunalem Tarif- und Gebührenstopp

Die KPÖ lehnt solche Belastungen ab und fordert vielmehr einen kommunalen Tarif- und Gebührenstopp um die hohen Wohnkosten einzubremsen. Weiters kritisiert die KPÖ, dass durch die Ausgliederung wichtiger kommunaler Leistungen aus der Budgethoheit und Übertragung an die Linz AG der gewählte und damit eigentlich zuständige Gemeinderat dabei in keiner Weise eine Mitsprache- und Entscheidungsmöglichkeit hat.


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