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Schon bei den Kleinsten beginnen: Pilotprojekt "Gesunde Krabbelstube" startet

Tips LogoKarin Seyringer, 30.08.2019 11:54

OÖ. Das „Gesunde OÖ“ startet im Herbst 2019 das Pilotprojekt „Gesunde Krabbelstube“. Elf Einrichtungen in Oberösterreich nehmen am Piloten teil. „Wir legen bei der Gesundheitsförderungsstrategie auf das gesunde Aufwachsen einen besonderen Fokus“, so Landeshautpmann-Stellvertreterin Christine Haberlander.

  1 / 2   Bettina Blanka (Abteilung Gesundheit), Judith Nieder (Abteilung Gesellschaft), Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander und die Leiterin des Ennser Kinderhauses Petra Kamptner (v. l.). Foto: Land OÖ/Max Mayrhofer

Mit dem neuen Gesundheitsförderungsprojekt für 0 bis 3-Jährige wird das Netzwerk „Gesunder Kindergarten“ auf die Jüngsten ausgeweitet. Das Projekt wurde im Rahmen des Jahresschwerpunktes 2019 „Gesund aufwachsen in OÖ“ entwickelt.

„Wir wollen die Kinder unkompliziert und einfach auf einen gesunden Weg vorbereiten. Es ist wichtig, noch früher anzufangen, auch weil gleichzeitig immer mehr Kinder in Kinderbetreuung sind“, so Landeshauptmann-Stellvertreterin, Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander.

Immer mehr Kinder in Krabbelstuben

In Oberösterreich werden 16,5 Prozent der 0 bis 2-Jährigen in einer Einrichtung betreut (2018/19) – rund 5.700 Kinder in über 300 Krabbelstuben. Vor fünf Jahren waren es noch rund 3.400 Kinder.

Schon jetzt sind 380 oberösterreichische Kindergärten im Netzwerk „Gesunder Kindergarten“ vertreten. Nun wird das Thema auch in den Krabbelstubenalltag integriert.

Kriterien für Zertifizierung gemeinsam erarbeitet

Für eine unkomplizierte Umsetzung wurden Kriterien erarbeitet, die erfüllt werden müssen, um das Zertifikat „Gesunde Krabbelstube“ zu erhalten. „Die Kriterien wurden mit Praktikern, Experten und unter Einbeziehung der elf Pilotgruppen erarbeitet“, erläutert Judith Nieder vom Netzwerk Gesunder Kindergarten (Abteilung Gesellschaft des Landes OÖ). Die Kriterien betreffen Kinder wie Eltern und Pädagogen.

Die Kriterien umfassen sechs Bereiche: Bewegung (verschiedenste Bewegungsmöglichkeiten drinnen und draußen), Ernährung (Förderung des Trinkverhaltens, Verpflegung durch „Gesunde Küche“), Psychosoziale Gesundheit (Förderung individueller Bedürfnisse des Kindes, Schlaf- und Rückzugmöglichkeiten), Gesundheitskompetenz und Hygiene, Erziehungs- und Bildungspartnerschaft (etwa regelmäßiger Austausch mit den Eltern), Fortbildung und Vernetzung.

Pilotbetrieb für ein Jahr

Die elf teilnehmenden Krabbelstuben sind in Oberösterreichs Region zu finden: Im Bezirk Urfahr-Umgebung die Krabbelstuben Herzogsdorf und Lichtenberg, im Bezirk Linz-Land der Städtische Kindergarten Enns „Hand in Hand“, die Pfarrcaritaskrabbelstube Weichstetten und die Städtische Krabbelstube Hartackerstraße 2, Leonding Berg.

Im Bezirk Gmunden nehmen die Krabbelstube Kraki der Marktgemeinde Scharnstein und die Krabbelstube Steyrermühl teil, in Kirchdorf sind die Pfarrcaritaskrabbelstube Kremsmünster Hofwiese, die Krabbelstube Molln und der Pfarrcaritaskindergarten Windischgarsten dabei, im Bezirk Ried im Innkreis die Gemeindekrabbelstube Taiskirchen.

„In den Alltag integrieren“

Bereits seit sechs Jahren ist der Städtische Kindergarten Enns „Hand in Hand“ als „Gesunder Kindergarten“ zertifiziert, es sei wichtig, da dranzubleiben und den Kindern die gesunden Gewohnheiten schon von Anfang an beizubringen, so Petra Kamptner, die Leitern des Kinderhauses „Hand in Hand“. Darum sei man sehr gerne am neuen Pilotprojekt beteiligt. „Unser Hauptziel ist es, die Maßnahmen in den Alltag zu integrieren. Wir wollen, dass das auch bei den Familien ankommt, deshalb arbeiten wir auch viel mit den Eltern“, so Kamptner.

Erarbeitet und laufend abgestimmt wird das Pilotprojekt von den beiden Haberlander-Ressorts Gesundheit und Bildung (Abteilung Gesellschaft, Gruppe Kinderbetreuung).


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Karl Berger
Karl Berger
01.09.2019 18:55

Schon bei den Kleinsten beginnen

Welch bahnbrechende Erkenntnis: Bettina Blanka von der Abteilung Gesundheit des Landes: „Kriterien sind zum Beispiel, dass die Kinder täglich die Möglichkeit haben, sich drinnen und draußen frei zu bewegen. Oder dass das individuelle Schlafbedürfnis der Kinder Berücksichtigung findet. Aber auch die Ernährung spielt eine Rolle.“