WKO Linz-Stadt: Erfolgspartnerschaft nicht gefährden
LINZ. Seit Jahrzehnten zeichnet sich Linz durch eine extrem leistungsfähige Wirtschaft aus. Das schafft Wohlstand. Seit jeher tragen Pendler maßgeblich dazu bei. Die WKO warnt davor, diese Partnerschaft zu gefährden.

Es ist 5 Uhr früh, wenn Elke Reiter in Weitersfelden ins Auto steigt. Ihr Ziel ist die Linzer Franckstraße, der Unternehmenssitz von Sprecher Automation. Dort arbeitet die Personalverrechnerin seit 37 Jahren. Hat sie Glück, kommt sie trotz Kolonnenverkehr um kurz vor 6 Uhr an. „Fahre ich später, kann es sein, dass ich für die 55 Kilometer eineinhalb Stunden brauche“, sagt Reiter. Mit Öffis ist selbst das nicht zu schaffen.
Parkplatzsuche ist Nervenprobe
In Linz wartet dann noch eine weitere Hürde. „Durch die vermehrte Einrichtung von Bewohnerparkzonen wird für viele unserer Mitarbeiter die Parkplatzsuche zur Nervenprobe“, kritisiert Erwin Raffeiner, selbst Pendler und Geschäftsführer von Sprecher Automation. Obwohl sein Unternehmen nichts unversucht lässt, zusätzliche Parkflächen zu bauen oder anzumieten, verschärft sich die Situation
„Die unglückliche Verkehrspolitik, das Fehlen öffentlicher Verkehrsverbindungen mit P&R-Angeboten und die Ausweitung der Bewohnerparkzonen lassen den Eindruck entstehen, Pendler sind in Linz nicht mehr willkommen“, fasst Raffeiner die Stimmung zusammen
Für viele Linzer Firmen seien Pendler unentbehrliche Partner, betont Klaus Schobesberger, Obmann der WKO Linz-Stadt.
Alles unternehmen
Schobesberger ergänzt: „In vielen Städten und Regionen der Welt sichern die Schaltanlagen und Automatisierungslösungen von Sprecher Automation die Stromversorgung. Rund zwei Drittel der 350 Mitarbeiter sind Pendler und tragen wesentlich zum Unternehmenserfolg bei. Das bringt der Stadt Linz hohe Kommunalsteuer-Einnahmen und sichert unser aller Wohlstand.“ Deshalb wird die WKO Linz-Stadt alles unternehmen, damit Linz auch für Pendler attraktiv bleibt.


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