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LINZ/URFAHR-UMGEBUNG. Nicht nur für die Linzer selbst spielen der Verkehr und das Parken in der Stadt eine große Rolle. Auch für die rund 109.000 Pendler aus dem Bezirk, die tagtäglich in die Landeshauptstadt fahren müssen, stellen diese Punkte eine Herausforderung dar. Tips hat dazu mit Michael Hammer, Sprecher der Mühlviertler Pendlerallianz, gesprochen.

„Bitte warten“ heißt es für zahlreiche Autofahrer, die jeden Tag nach Linz pendeln müssen. Foto: Weihbold

Egal ob es um die täglichen Staus, die Parksituation, die zweite Schienenachse oder die erneuten Verzögerungen beim Brückenbau geht: In den vergangenen Wochen sorgten erneut Verkehrsthemen für Aufhorchen – und für Unmut. So auch bei der Mühlviertler Pendlerallianz. Für Pendler sei die Stau- und Parksituation in der Stadt unverändert schlecht, heißt es von Michael Hammer, Sprecher der Mühlviertler Pendlerallianz. Gerade was das Parken betrifft empörte sich dieser vor einigen Wochen: Damals wurde publik, dass sich der Linzer Vizebürgermeister Markus Hein vorstellen könne, momentan noch unerlaubterweise am Urfahraner Jahrmarkt-Gelände parkende Wohnmobile zu gestatten, einen Pendlerparkplatz jedoch ausschließe. „Seitens der Pendlerallianz sind wir immer für Parken am Urfahrmarkt eingetreten. Mittlerweile ist es zwei Jahre aus, dass das Aus für das Parken an der Donau verkündet wurde. Zwei Jahre ohne Konzept und Plan. Zwei Jahre, in denen das Areal ungenutzt leer steht. Statt ungenutzt zu sein, könnte man das Parken dort wieder erlauben. Nur Wohnmobile zuzulassen ist eine Frechheit. Wir fordern weiterhin die Widmung als Pendlerparkplatz statt einer ungenutzten Betonwüste“, so Hammer.

Verzögerungen bei der neuen Donaubrücke

Nur wenig später folgte die nächste – verkehrstechnisch weniger erfreuliche – Nachricht für Autofahrer: Die Fertigstellung des Nachfolgers der Eisenbahnbrücke würde sich verzögern. Auch hier übt Hammer Kritik: „Zuerst wird die alte Brücke abgerissen, ohne dass es einen Ersatz für sie gibt. Dann wird endlos lange geplant, und jetzt wird die neue Brücke nicht zeitgerecht fertig, weil bei den Planungen Fehler gemacht wurden. Das alles ist eine Zumutung.“

Unklarheit über zweite Schienenachse

Drittes großes Thema, was den Verkehr betrifft, war dann auch noch die zweite Schienenachse. Denn was aus dem Verkehrsprojekt der Stadt wird, ist momentan unklar. Auch hier erhebt die Pendlerallianz Forderungen – und zwar vor allem eine: Klarheit. „Wir wollen nun endlich wissen wie es mit dieser Schienenachse und mit der Durchbindung der Mühlkreisbahn zum Hauptbahnhof weitergeht. Hier braucht es endlich Klarheit und eine möglichst rasche Umsetzung“, so der Altenberger.

Pendlerallianz will Forderungen weiterhin aktiv vortragen 

Auf www.gegen-den-stau.at sind alle Forderungen der Pendlerallianz aufgelistet. Diese wolle man auch weiterhin aktiv vortragen und dessen Umsetzung einfordern. 

„Unsere Forderungen werden wir auch in den nächsten Jahren so weiterverfolgen und hoffen, dass wir Verkehrspolitiker in Zukunft haben werden, die mit der Interessensvertretung der Pendler konsequent an Umsetzungen arbeiten. Die Bilanz der letzten Jahre ist leider sehr mager und es wurden viele Dinge unüberlegt und pendlerschädlich entschieden“, so Hammer abschließend. 


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