Fünf neue Drogentestvorgeräte für die Polizei
LINZ/OÖ. Mit dem Ankauf von weiteren fünf Drogenvortestgeräten will man in Oberösterreich einen nächsten Schritt in Richtung der flächendeckenden Abdeckung mit derartigen Geräten gehen.

„Drogen beeinträchtigen die Wahrnehmung, Konzentration- und Reaktionsfähigkeit und sind eine erhebliche Gefahr im Straßenverkehr. Obwohl Fahrzeuglenker die Risiken, Gefahren und Folgen des Fahrens unter Drogeneinfluss erkennen, ist die Tendenz der jährlich detektierten Delikte in Oberösterreich ansteigend. Das Fahren unter Drogeneinfluss ist ein überaus ernstes Verkehrssicherheitsthema“, sagt Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner.
Tatsächlich wurden allein im vergangenen Jahr in Österreich 3.011 Fahrzeuglenker wegen Fahrens unter Drogeneinfluss angezeigt. Gegenüber 2017 stellte dies eine Steigerung von 37,4 Prozent (2.192 Anzeigen) dar. Als Grund für den Anstieg dieser Zahl wird neben dem Einsatz der Drogenvortestgeräten auch die bessere Schulung von Exekutivbediensteten mit diesen Geräten angegeben. Bereits seit 10. März 2017 ist die Speichelvortestgeräteverordnung des Innenministeriums gültig. Dieses stellte auf diesem Weg auch jedem Bundesland ein derartiges Gerät zur Verfügung.
Fünf neue Geräte
Um noch einen Schritt weiter zu gehen hat das Infrastrukturressort des Landes OÖ jetzt fünf weitere Drogenvortestgeräte der Marke Protzek Typ PIA2 angeschafft, die der oberösterreichischen Polizei zur Verfügung gestellt werden. Pro Stück betragen die Kosten 2.500 Euro. Mit den Geräten können sowohl Speichel- als auch Urintests vorgenommen werden, sie sind bereits seit 2017 bei der österreichsichen Polizei im Einsatz und haben sich laut den Vortragenden auch bewährt.
Im gesamten Land ob der Enns sind übrigens ungefähr 20 Polizeibeamte ermächtigt, einen Drogenvortest vorzunehmen. Auch hier will man aber zukünftig die Anzahl sukzessive erhöehn.
„Der Einsatz von geeigneten Drogenvortestgeräten ist eine wichtige Maßnahme gegen Drogen am Steuer und somit ein wesentlicher Schritt für die Verkehrssicherheit. Der bisherige Testbetrieb mit Drogenvortestgeräten in Oberösterreich hat gezeigt, dass diese ein probates Hilfsmittel zur Erkennung einer Drogenbeeinträchtigung bei Fahrzeuglenkern sind“, so Steinkellner.
Auch 2019 sollen Anzeigen weiter ansteigen
Allein bis Ende Juli wurden 2019 bereits 490 Anzeigen gegen Lenker unter Drogeneinfluss eingebracht. In ungefähr 40 Prozent der Fällen wurden in OÖ dabei Drogenvortests durchgeführt. Bis zum Jahresende soll sich die Zahlen auf rund 800 Anzeigen erhöhen, was eine erneute Steigerung von zirka 44 Prozent darstellt.


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