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LINZ. Nachdem die neue Regierung auch Anreize für Stadtseilbahnen setzten will, appellieren die Linzer Parteien SPÖ, FPÖ und Neos nun an die Umweltministerin das bestehende Linzer Stadtseilbahnprojekt aufzugreifen und gemeinsam umzusetzten.

In anderen Städten - wie Koblenz oder Tiflis - haben sich Stadtseilbanen bereits bewährt. Foto: VIIIPhotography/Shutterstock.ocm

„Stau, Zeitverlust und schlechte Luft, das ist an Werkstagen die alltägliche Situation im Linzer Süden. Noch mehr Autos verträgt das Linzer Straßennetz sicher nicht. Auch freie Trassen für Schienenfahrzeuge sind nicht vorhanden. Wollen wir den Linzer Süden entlasten und Lebensqualität zurückgeben“, so Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein (FPÖ). Eine U-Bahn zu teuer. Eine Seilbahn hingegen sei „mit Hilfe des Bundes für Stadt und Land einfach zu finanzieren.“

Seilbahn als ernstzunehmende Alternative

Die Möglichkeit zur Schaffung einer städtischen Seilbahn in Linz wurde bereits 2018 intensiv geprüft. Im Rahmen einer Machbarkeitsstudie der Wiener Baucon ZT GmbH wurde der Bau einer 8,4 Kilometer langen Seilbahnverbindung vorgeschlagen. „Sie ist eine erstzunehmende Alternative zum PKW-Verkehr. Auch wenn sie belächelt wird, stellt diese alternative Fortbewegungsvariante ein Nahverkehrsmittel der Zukunft dar. Pro Stunden könnten so 5.500 Passagiere befördert werden. Die neue Bundesregierung befürwortet Seilbahnen als städtische Nahverkehrsmittel“, freut sich Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ)

Appell an neue Bundesregierung

Im Regierungsprogramm der Anfang 2020 neu angelobten türkis-grünen Bundesregierung ist im Kapitel „Klima-faire Zukunft in Luftfahrt, Schifffahrt, Seilbahnwesen“ auf Seite 136 zum Thema „Seilbahnen“ vermerkt, „Anreize für Innovation in der Seilbahnwirtschaft, vor allem im urbanen Raum (Stadtseilbahn)“ schaffen zu wollen. Die Linzer Gemeinderatsfraktionen der SPÖ, FPÖ und Neos ersuchen daher in einer gemeinsamen Resolution die Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Infrastruktur und Technologie das bestehende Linzer Stadtseilbahnprojekt aufzugreifen, gemeinsam mit der Stadt umzusetzen und ein gemeinsames Finanzierungsmodell zu erarbeiten.

„Städtische Seilbahnen machen dann (und nur dann) Sinn, wenn große Hindernisse überwunden, praktisch überflogen werden können. Das ist im Süd-Osten von Linz, wo endlich das Industriegebiet mit 40.000 Arbeitsplätzen öffentlich erschlossen werden soll, gleich mehrmals der Fall: Die Traun, die Westbahntrasse, zahlreiche Industriebetriebe, die Donau. Linz hätte mit dieser Seilbahn sein größtes innerstädtisches Verkehrsproblem gelöst“, befürwortet auch Lorenz Potocnik, Fraktionsobmann der NEOS in Linz das Projekt.


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