Mietervereinigung OÖ: 750.000 Euro wurden 2019 erstritten
OÖ. In ihrer Bilanz über das vergangenen Jahr sprach die Mietervereinigung OÖ von einem erfolgreichen, aber auch besorgniserregendem Jahr.

750.000 erstrittene Euro an ungesetzlichen Mieten, Betriebs- und Heizkosten sowie nicht zurückbezahlten Kautionen und insgesamt 2.500 Beratungen: So lautet die Bilanz der Mietervereinigung Oberösterreich für das Jahr 2019. Anlässlich der erkämpften Summe blicke man zwar auf ein sehr erfolgreiches, aber betreffend der hohen Anzahl an Beratungen auch auf ein besorgniserregendes Jahr, resümmierte der Landesvorsitzende Peter Binder im Rahmen einer Pressekonferenz.
Zu den Hauptthemen in den Beratungsgesprächen gehörten im vergangenen Jahr die Überprüfung von ungesetzlichen Mieten, die Rückforderung von unberechtigt vorgeschriebenen Betriebs- und Heizkosten ebenso wie die Refundierung von Kautionen. Die Beratungen wurden sowohl telefonisch, per Mail als auch persönlich durchgeführt. In der Folge wurden rund 300 Betriebskostenprüfungen und zirka 70 Verfahren vor Gerichten und bei der Schlichtungsstelle Linz vorgenommen.
Reformen bei Mietrecht gefordert
Für die Mietervereinigung ergäbe sich aus den Beratungen vor allem eine Problematik, für die es Reformen brauche: „Die Menschen finden sich in den undurchsichtigen Regelungen immer weniger zurecht, das gilt manchmal sogar für Vermieter, die rasch einlenken, wenn wir die Rechtslage auflklären“, so Binder. Aber nicht nur das Mietrecht sei reformbedüftig, auch die stark steigenden Wohnkosten wären Thema.
Deswegen werde ein einheitliches, faires Universalmietrecht für alle Mieter gefordert. Diese soll gesetzliche Mietzinsobergrenzen, einen gesetzlich verankerten Katalog für Zu- und Abschläge vom Richtwert sowie die Verlängerung der Befristungsmöglichkeit auf eine Mindestdauer von fünf Jahren beinhalten.


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