Mieten: Bürgermeister Klaus Luger appelliert „Mit Weitsicht Nachsicht üben!“

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Anna Stadler Anna Stadler, Tips Redaktion, 28.03.2020 09:14 Uhr

LINZ. Bürgermeister Klaus Luger appelliert an private Vermieter, vor allem Geschäftsmietern so weit wie möglich entgegenzukommen. Von der Bundesregierung fordert er ein befristetes Verbot Mietvertragskündigungen und Delogierungen wie in Deutschland.

Immer mehr Mieter, insbesondere solche von Geschäftslokalen, wenden sich hilfesuchend an die Stadt: „Vielen Linzer Selbständigen, von Ein-Personen- bis hin zu Klein- und Mittelunternehmen, ist in der aktuellen Situation ihre Geschäftsgrundlage völlig weggebrochen“, zeigt sich Bürgermeister Luger von den zahlreichen Hilferufen erschüttert.

Luger: „Ich bitte Vermieter um Nachsicht“

„Sie können keine Einnahmen lukrieren und fürchten sich vor dem 1. April, weil ihnen Fixkosten wie Miete und Betriebskosten die letzte Liquidität nehmen. Angesichts der Ungewissheit über die weitere Entwicklung sehen sie sich in einer existenzbedrohenden Zwickmühle: entweder zahlen sie jetzt und schlittern in die Zahlungsunfähigkeit. Oder sie zahlen nicht und verlieren ihr Geschäftslokal“, fasst Klaus Luger zusammen.

Die Linz-Holding ist ihren Mietern bereits entgegengekommen und hat den von der Coronakrise Betroffenen aktiv eine Stundung angeboten, bis sich die Krise lichtet. „Ich weiß, dass einige Immobilienfirmen ebenso wohlüberlegt handeln. Ich appelliere an alle Vermieter in Linz, jetzt nachsichtig zu sein, auch gegenüber Gewerbebetrieben. Es wäre eine Nachsicht mit Weitsicht, denn sie erhalten umso dankbarere und treue Mieter nach der Krise“, ist Bürgermeister Klaus Luger überzeugt.

Appell an Bundesregierung

Zudem Appelliert Luger an die Bundesregierung ein Verbot von Mietvertragskündigung und Delogierung bei coronabedingtem Zahlungsverzug nach deutschem Vorbild einzuführen. Der deutsche Bundestag hat bereits ein Gesetz beschlossen, das allen Mietern in dieser schwierigen Zeit den Rücken stärkt und Sicherheit gibt: „In Deutschland ist es nun untersagt, bei coronabedingtem Zahlungsverzug den Mietvertrag zu kündigen oder gar zu delogieren. Ich bin mit der Mietervereinigung einer Meinung, dass es auch in Österreich eine entsprechende Gesetzesinitiative braucht“, so Klaus Luger. „In so ungewissen Zeiten ist es unsere Pflicht, den Menschen Sicherheit zu geben. Dazu gehört, dass sie sicher sein können, dass ihnen der Coronavirus nicht das Dach über dem Kopf nimmt“, so Bürgermeister Klaus Luger abschließend.

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